Ein Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) betrifft derzeit den beliebtesten Pick-up in Deutschland, den Ford Ranger. Grund sind mögliche Defekte am Abgasrückführungsventil (AGR), die sich auf die Motorleistung und den Fahrbetrieb auswirken können. Betroffene Fahrzeuge müssen daher in der Werkstatt überprüft und gegebenenfalls repariert werden.
Im konkreten Fall drohen laut KBA ein spürbarer Leistungsverlust, unruhiger Motorlauf mit Vibrationen sowie in Einzelfällen auch Antriebsausfälle. Zwar sind bislang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt geworden, dennoch besteht ein sicherheitsrelevantes Risiko, weshalb der Rückruf unter behördlicher Überwachung steht.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: Ford
- Modell: Ranger, Kuga
- Produktionszeitraum: 14.02.2025 – 18.11.2025
- Rückrufgrund: Defekte Abgasrückführungsventile (AGR)
- Risiko: Leistungsverlust, Antriebsausfälle und erhöhte Vibrationen während der Fahrt
- Maßnahme: Inspektion und ggf. Reparatur des AGR-Systems
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 2.829
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 622
- KBA-Referenznummer: 16356R
- Hersteller-Rückrufcode: 26S10
- Status: Rückruf wird vom KBA überwacht
Abhilfemaßnahme und Werkstattaufenthalt
Ford sieht als Maßnahme eine Überprüfung der betroffenen Fahrzeuge in autorisierten Vertragswerkstätten vor. Dabei wird das AGR-Ventil kontrolliert und bei Bedarf ersetzt oder instandgesetzt. Dauer der Maßnahme: In der Regel ist von einem Werkstattaufenthalt von etwa ein bis zwei Stunden auszugehen, abhängig davon, ob ein Austausch erforderlich ist. Für Fahrzeughalter entstehen keine Kosten, da es sich um eine Rückrufmaßnahme handelt.
Weitere Hinweise für Halter
Eine genauere Eingrenzung der betroffenen Fahrzeuge (z. B. nach Fahrgestellnummern-Bereichen) wurde vom Hersteller bislang nicht veröffentlicht. Halter sollten daher unbedingt prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist – beispielsweise über eine Ford-Vertragswerkstatt oder direkt beim Hersteller unter Angabe des Rückrufcodes 26S10.