Der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) unterstützt nach eigenen Angaben das Ziel der Europäischen Kommission, die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Zugleich warnt der Verband allerdings vor regulatorischen Eingriffen, die aus seiner Sicht zu stark in unternehmerische Entscheidungsfreiheit eingreifen könnten.
Die Europäische Kommission verfolgt mit ihrem Verordnungsvorschlag zu "Clean Corporate Vehicles" das Ziel, ab 2030 einen Mindestanteil neuer Personenkraftwagen und leichter Nutzfahrzeuge (Fahrzeugklassen M1 und N1) in Unternehmensflotten als emissionsfreie oder emissionsarme Fahrzeuge vorzuschreiben. Als emissionsarm gelten Fahrzeuge mit Auspuffemissionen von 0 bis 50 g CO2/km.
Meinungen der GVA-Mitglieder
Im Vorfeld der politischen Beratungen hat der GVA seine Mitglieder befragt. Nach Verbandsangaben stehen 84 Prozent der eingegangenen Antworten dem Entwurf ablehnend gegenüber. Kritisiert werden unter anderem eine aus Sicht der Unternehmen zunehmende Bürokratie sowie ein als "Mikro-Management" wahrgenommenes Vorgehen der Europäischen Kommission.
GVA-Präsident Thomas Vollmar erklärte dazu: "Natürlich muss auch der Verkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Statt jedoch vernünftige Vorschläge zu unterbreiten, die Fahrzeugbestand, Ladeinfrastruktur, wirtschaftliche Lage der Unternehmen etc. in Einklang bringen, werden die Unternehmen mit weiterer Bürokratie belastet. Eine gut funktionierende Wirtschaft ist die Grundlage für effektiven Klima- bzw. Umweltschutz."