Die Digitalisierung des Fahrzeugs verändert den Automotive Aftermarket grundlegend. Software wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, während vernetzte Systeme, Künstliche Intelligenz (KI) und neue Fahrzeugarchitekturen etablierte Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen. Mit dem neuen Format "HighTech4Mobility" schafft die Automechanika Frankfurt eine Plattform, auf der sich Branchenvertreter über technologische Entwicklungen und deren Folgen für Werkstätten, Handel und Service austauschen können.
Software wird zum Schlüsselfaktor im Fahrzeug
Im Mittelpunkt stehen aktuelle Trends rund um Software Defined Vehicles (SDV), Fahrerassistenzsysteme, autonomes Fahren sowie Cybersecurity und Datenmanagement. Diskutiert wird unter anderem, wie sich Wartung und Reparatur durch neue Fahrzeugarchitekturen verändern und welche Bedeutung Fahrzeugdaten künftig im Aftersales einnehmen.
Auch Themen wie Over-the-Air-Updates, digitale Dienstleistungen, Energiemanagement und In-Car-Entertainment stehen auf der Agenda. Das Format richtet sich an Automobilhersteller, Zulieferer, Softwareunternehmen, Start-ups, Investoren sowie Vertreter aus Werkstatt, Handel und Industrie.
"Die technologische Entwicklung im Mobilitätssektor schreitet mit hoher Geschwindigkeit voran. Umso wichtiger ist es, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen, Erfahrungen auszutauschen und die Chancen neuer Technologien bewerten zu können. Genau hier setzt HighTech4Mobility an und schafft Raum für den Dialog zwischen den relevanten Akteuren der Branche", sagt Olaf Mußhoff, Director Automechanika Frankfurt.
Plattform für Austausch und neue Kooperationen
Neben Fachinformationen soll vor allem der persönliche Austausch im Vordergrund stehen. Vorträge, Diskussionsrunden und Praxisbeispiele sollen Einblicke in aktuelle Entwicklungen geben. Ergänzt wird das Programm durch eine eigene Networking-Lounge, die Gespräche zwischen den verschiedenen Akteuren der Branche fördern soll.
Damit positioniert sich HighTech4Mobility als Schnittstelle zwischen traditionellem Aftersales-Geschäft und den digitalen Mobilitätswelten, die zunehmend die Anforderungen an Werkstätten und Serviceanbieter bestimmen.
KI und Datenökonomie prägen das Bühnenprogramm
Einen Schwerpunkt bildet das Thema KI. Gemeinsam mit dem IBM Institute for Business Value präsentiert die Automechanika die Studie "AI in Motion – Reinventing Automotive Aftersales". Darüber hinaus zeigen Google Cloud und die Boston Consulting Group auf, wie KI neue Wertschöpfungspotenziale im Automotive Aftermarket erschließen kann.
Auch die Transformation des Fahrzeugs selbst steht im Fokus. Benteler Mobility gewährt Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Robotik und autonomes Fahren. Der Digitalverband Bitkom beleuchtet gemeinsam mit Industrievertretern die Herausforderungen softwaredefinierter Fahrzeuge und die Bedeutung von Cybersecurity.
EU Data Act und praktische Anwendungen im Fokus
Mit dem EU Data Act greift das neue Format zudem eines der derzeit wichtigsten regulatorischen Themen im Aftersales auf. Bereits am ersten Messetag sollen eine Keynote und eine Podiumsdiskussion die Auswirkungen der neuen Vorgaben auf die Branche beleuchten.
Praxisnah wird es mit einer Live-Demonstration der Technischen Universität Braunschweig. Besucher können eine neu entwickelte Software zur Fahrerüberwachung direkt in zwei Demonstrationsfahrzeugen testen und deren Funktionsweise erleben.
Ganzjähriger Dialog wird fortgeführt
HighTech4Mobility ist Teil einer breiter angelegten Initiative der Automechanika, den Austausch über Zukunftstechnologien ganzjährig voranzutreiben. Dazu zählen internationale Veranstaltungen wie die Hey/Pioneer Reception sowie der Innovation4Mobility Talk und verschiedene Fach-Webinare.