München. Sprachassistenten in modernen Autos funktionieren vor allem bei Navigation, Radio und anderen Infotainment-Funktionen gut. Bei sicherheitsrelevanten Funktionen stoßen sie hingegen häufig an Grenzen, wie ein Test des ADAC zeigt. Die Fahrzeuge mussten in der Prüfung jeweils 18 Sprachbefehle aus den Bereichen Infotainment, Klimatisierung sowie Sicht- und Assistenzsysteme ausführen.
Insgesamt erhielten 16 Modelle die Note "gut". Am besten schnitt der BMW 5er ab, der 16 der 18 Befehle verstand. Am anderen Ende des Feldes landete der Suzuki e-Vitara mit lediglich drei erfolgreich ausgeführten Befehlen und der Note "mangelhaft".
Infotainment klar vorn
Am zuverlässigsten arbeiteten die Systeme beim Infotainment: 35 der 40 Fahrzeuge erhielten dort eine gute oder sehr gute Bewertung. Bei der Klimatisierung waren es noch 26 Modelle.
Schwächen bei sicherheitsrelevanten Funktionen
Funktionen wie Warnblinker oder Geschwindigkeitswarner lassen sich dagegen meist nicht per Sprache bedienen. 32 Modelle erhielten in dieser Kategorie die Note "mangelhaft". Der ADAC sieht Sprachassistenten daher vor allem als Ergänzung zur klassischen Bedienung. Einen besonderen Nutzen bieten sie laut Automobilclub bei aufwendigen Eingaben, etwa von Navigationszielen.
Tasten bleiben unverzichtbar
Insbesondere sicherheitsrelevante Funktionen müssten nach Einschätzung des ADAC weiterhin über Tasten unmittelbar erreichbar bleiben.