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TÜV SÜD: "Vernetzung birgt Risiken"

Ein prominenter Gast beim Neujahrsempfang von TÜV SÜD war Buchautor und Journalist Christoph Keese (links im Bild). Im Gepäck hatte er Empfehlungen und Rüstzeug für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters. Auch Gastgeber Axel Stepken von TÜV SÜD thematisierte Chancen und Risiken.
© Foto: Autohaus/ msh

Die Digitalisierung hat das Potenzial für eine wirtschaftliche Neuordnung. Die Gäste des TÜV SÜD-Neujahrsempfangs erfuhren die Chancen und Schattenseiten der Technologie.

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Mehr als 350 Gäste hieß Axel Stepken, der Vorstandsvorsitzende von TÜV SÜD, am Donnerstag zum Neujahrsempfang in der Münchener Unternehmenszentrale willkommen. In seiner Begrüßung spannte er den Bogen von aktuellen politischen Ereignissen zum zunehmenden Tempo wirtschaftlicher Innovation. Wie sich die Veränderungsdynamik der Weltpolitik, zumindest in den Reden einiger Akteure, derzeit zunehme, so führe die sogenannte digitale Disruption aktuell zu einer wirtschaftlichen Umwälzung, so Stepken.

Insbesondere digitale Unternehmen aus dem Silicon Valley stellen traditionelle Geschäftsmodelle auf eine harte Probe. Ein Faktor sei die Vernetzung, das sogenannte "Internet der Dinge". Doch was auf der einen Seite schlankere und günstigere Prozesse verspricht, stellt auf der anderen Seite eine potenzielle Bedrohung der Sicherheit dar. Vernetzung birgt Risiken, wie beispielsweise Cyberkriminalität zeigt, mahnte Stepken und brachte das eigene Unternehmen ins Spiel: "Erst die Sicherheit macht Innovationen auch für den Fortschritt nutzbar." Aus diesem Grund sind Prüfungen und Standards, die von unabhängigen Organisationen durchgeführt bzw. gesetzt werden, notwendig.

Neben der Konzentration auf die Kernkompetenzen befindet sich der Prüfkonzern stets auf der Suche nach neuen Dienstleistungen und innovativen Geschäftsfeldern. In diesem Zusammenhang erinnerte ein Sprecher des Prüfkonzerns an den eigenen Innovationspreis. TÜV SÜD lobte im Rahmen seines 150. Firmenjubiläums 2016 einen mit 25.000 Euro dotierten Förderpreis aus. Dieser richtet sich an Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen. Die Bewerbungsfrist für alle, die ein Produkt, eine Verfahrensänderung oder eine technologieorientierte Dienstleistung in Zusammenarbeit mit einer Forschungseinrichtung entwickelt haben, endet am 24. Februar.

Warnung von Bestsellerautor

Einer der prominenteren Gäste beim Neujahrsempfang war Buchautor und Journalist Christoph Keese. Das Vorstandsmitglied der Axel Springer SE referierte aus seinem Buch "Silicon Germany – Wie wir die digitale Transformation schaffen", dem 2016 der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis des Wirtschaftsblatts "Handelsblatt" verliehen wurde. Keese weiß wovon er schreibt, wenn es um die digitale Neuordnung der globalen Wirtschaft geht. Schließlich verbrachte er 2013 ein halbes Jahr im Zentrum dieser Veränderungsbewegung, dem Silicon Valley nahe San Francisco. Beim vergleichenden Blick auf die deutsche Wirtschaft kam der 52-Jährige zu folgender Erkenntnis: "Einfach nur das eigene Geschäftsmodell zu digitalisieren, reicht nicht". Man müsse sich gegen die Plattformen zur Wehr setzen. 

Damit meint der Autor Portale wie Uber oder Airbnb. Während Uber das Potenzial besitzt, das Personentransportgeschäft zu verändern, bedrohe AirBnB das Übernachtungsgewerbe. Weitere Beispiele sind Facebook, das die Medienlandschaft bereits verändert hat, mit dem sogenannten Fintech Society One verlieren Finanzinstitute an Kundschaft und der Videostreamingdienst Netflix, gestartet als Amazon für DVDs, fordert die herkömmlichen Fernsehsender heraus. Das Erfolgsrezept heißt: besserer Zugang zu den Kunden: "Plattformen drängen sich in bestehende Kundenbeziehungen", warnte Keese. In der Automobilbranche kennt man das Prinzip bereits durch die Gebrauchtwagenbörsen. Ein neuerer Ansatz betrifft den Werkstattmarkt, wenngleich Serviceportale derzeit über keine besorgniserregende Reichweite verfügen. (msh)

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