Eine aktuelle Auswertung der Verti Versicherung zeigt, dass an einem Freitag, der auf den 13. fällt, leicht mehr Kfz‑Haftpflichtschäden registriert werden als an durchschnittlichen Freitagen. Der Anstieg liegt bei rund 6,7 Prozent, ist jedoch laut Versicherer statistisch wenig belastbar, da das Datum im Jahresmittel nur ein‑ bis dreimal vorkommt.
Freitage deutlich unfallträchtiger
Deutlicher fällt der Unterschied zwischen den Wochentagen aus: Insgesamt ereignen sich freitags die meisten Unfälle. Rund 16,7 Prozent aller untersuchten Schadenfälle fallen auf diesen Tag, gefolgt vom Donnerstag mit 15,9 Prozent. Zusammengenommen entfallen damit etwa ein Drittel aller Kfz‑Haftpflichtschäden auf die letzten beiden Arbeitstage der Woche.
Samstage weisen mit 13,1 Prozent bereits deutlich geringere Unfallzahlen auf. Noch niedriger sind sie am Sonntag: Lediglich 7,6 Prozent aller Fälle wurden an diesem Tag registriert. Ein Grund dafür dürfte laut Verti das Sonntagsfahrverbot für Lkw sein. Insgesamt zeigt die Analyse, dass das Verkehrsaufkommen und der Berufsverkehr größeren Einfluss haben als einzelne Daten.
Aberglaube spielt kaum eine Rolle
Trotz der leichten Zunahme von Schäden an einem Freitag, dem 13., sieht Verti keinen Hinweis auf einen realen Unglückstag. Der Anstieg sei gering und im Vergleich zum generellen Wochentagseffekt untergeordnet. Autofahrer sollten daher vor allem zum Ende der Arbeitswoche besonders aufmerksam unterwegs sein – unabhängig vom Kalenderdatum.
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