TÜV-Sonderauswertung: Das sind die häufigsten HU-Mängel

09.02.2026 10:51 Uhr | Lesezeit: 3 min
Top-Mangel bei der HU: die Scheinwerfer
© Foto: TÜV SÜD

Eine Sonderauswertung des TÜV‑Reports 2026 zeigt: Mehr als jedes fünfte Auto fällt wegen schwerer Mängel durch die Hauptuntersuchung – besonders häufig wegen defekter Beleuchtung, Bremsen und Federn.

Scheinwerfer, Bremsanlage, Federn: Das sind die Schwachpunkte, an denen viele Autos bei der Hauptuntersuchung (HU) scheitern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des "TÜV‑Report 2026", für die der TÜV‑Verband rund 9,5 Millionen HU analysiert hat. Die Zahlen zeigen: Mehr als jedes fünfte Fahrzeug erhält aufgrund erheblicher oder gefährlicher Mängel keine Plakette. 

"Fahrzeughalter sollten sich vor der Hauptuntersuchung einen Eindruck vom Zustand ihres Fahrzeugs verschaffen", sagt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV‑Verband. Je älter das Auto und je auffälliger die Bauteile, desto sinnvoller sei ein professioneller Check in der Werkstatt.

Scheinwerfer bleiben der häufigste Mangel 

Mit Abstand am häufigsten beanstandeten die Prüfer das Abblendlicht. "Häufig funktionieren Scheinwerfer gar nicht oder sie sind falsch eingestellt", erklärt Schneider. Das könne zu gefährlicher Blendung führen oder dazu, dass Fahrzeuge im Straßenverkehr zu spät erkannt würden. "Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger Faktor für die Verkehrssicherheit, der häufig unterschätzt wird." 


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Bremsanlage: gleich mehrere Risiken 

Auch die Bremsanlage bleibt ein kritischer Punkt. Verschlissene, riefige oder korrodierte Bremsscheiben gehören zu den typischen Befunden. Probleme zeigen sich ebenfalls bei Bremsbelägen – etwa wenn sie gebrochen, lose, verölt oder falsch montiert sind. Besonders gefährlich sind defekte Bremsleitungen. "Bei einem Verlust von Bremsflüssigkeit lässt der Druck im Bremssystem nach, was im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Bremsen führen kann", warnt Schneider.

Federn und Dämpfer oft unterschätzt 

Auf Platz fünf der Mängelliste liegen Federn – gebrochen, verschlissen oder falsch montiert. Auch defekte Schwingungsdämpfer treten häufig auf. Undichte oder beschädigte Bauteile können die Fahrstabilität deutlich beeinträchtigen. Schneider: "In Kurven kann das Fahrzeug schlechter kontrolliert werden und der Bremsweg verlängert sich um bis zu 20 Prozent." Im Ernstfall könne ein Federbruch während der Fahrt das Fahrzeug "sofort manövrierunfähig" machen.

Reifen mit vielen Beanstandungen 

Auch bei Reifen gibt es laut TÜV-Verband viele Beanstandungen – von Beulen über Alterungsrisse bis zu Schäden durch Fremdkörper oder zu geringer Profiltiefe. Hinzu kommen unzulässige Reifengrößen oder Mischbereifung.


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