Marder bleiben auch im Zeitalter der Elektromobilität ein Ärgernis für Fahrzeughalter. Der Branchenspezialist K&K reagiert auf eine neue Entwicklung und stellt auf der Automechanika 2026 eine Lösung vor, die den Schutzbereich seiner Systeme erstmals bis in das Fahrzeugheck erweitert. Hintergrund sind zunehmende Schäden an Leitungen und Komponenten, die sich außerhalb der klassischen Gefahrenzonen befinden.
E-Autos bieten Mardern weiterhin Zugang
Als Elektrofahrzeuge mit vollständig verkleidetem Unterboden auf den Markt kamen, rechneten viele Branchenbeobachter mit einem Rückgang der Marderschäden. Nach Einschätzung von K&K hat sich diese Erwartung jedoch nicht erfüllt. "Als die ersten Elektrofahrzeuge mit ihrem vollständig verkapselten Unterboden auf den Markt kamen, gingen wir davon aus, dass die Marderabwehr künftig an Bedeutung verlieren würde. Das Gegenteil sei eingetreten", erklärt Geschäftsführerin Nicole Schuster.
Über Radkästen, Achsbereiche und Kabeldurchführungen gelangen die Tiere weiterhin ins Fahrzeug. Dabei geraten laut Schuster zunehmend Komponenten im Heckbereich ins Visier, die von bisherigen Schutzsystemen häufig nicht erfasst wurden. Für genau diesen Einsatzbereich präsentiert K&K eine Erweiterung seines autarken Kombisystems M9700.
Die Neuheit soll den Schutz erstmals gezielt auf den Heckbereich ausdehnen und damit eine bislang unbesetzte Nische bedienen. Mit der Erweiterung reagiere man auf die steigende Zahl entsprechender Schadensfälle und den wachsenden Bedarf im Markt für Elektrofahrzeuge, hieß es.
Zweite Neuheit kommt ohne Anschluss ans Bordnetz aus
Neben dem erweiterten M9700 zeigt K&K auf der Messe ein weiteres neues Produkt. Das Modell M8800 arbeitet als autarkes 360-Grad-Ultraschallgerät und benötigt keinen Eingriff in das Bordnetz des Fahrzeugs. Möglich wird dies durch den Batteriebetrieb.
Das System besteht aus zwei separaten Komponenten: Der wasserdichte Ultraschallgeber kann unmittelbar im Spritzwasserbereich montiert werden, während das Steuergerät für Funktionskontrolle und Batteriewechsel gut erreichbar im oberen Motorraum sitzt. Nach Unternehmensangaben ermöglicht dieser Aufbau eine besonders flexible Installation an den Stellen, an denen Marder typischerweise ins Fahrzeug eindringen.
Live-Demonstrationen auf der Automechanika
K&K nutzt die Automechanika zum vierten Mal als Plattform für den Austausch mit dem internationalen Fachpublikum. Besucher können die Systeme im Rahmen von Live-Vorführungen kennenlernen und sich von den technischen Experten des Unternehmens beraten lassen. Das mehrsprachige Team präsentiert die Produkte an zwei Standorten auf dem Messegelände und informiert über aktuelle Entwicklungen rund um Marderschäden bei Verbrennern und Elektrofahrzeugen.
"Autodoktoren" zu Gast am Messestand
Für zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte ein Besuch der bekannten TV-Experten Hans-Jürgen Faul und Holger Parsch sorgen. Die beiden "Autodoktoren" aus dem VOX-Format "auto mobil" werden am 10. September am K&K-Stand erwartet. Dort wollen sie über typische Marderprobleme aus der Werkstattpraxis sprechen und aufzeigen, welche Lösungen sich in der täglichen Anwendung bewährt haben.