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Zur Rentabilitätssteigerung: Continental prüft Spartenverkäufe

18.10.2023 12:00 Uhr | Lesezeit: 4 min
Continental Fahnen
Continental prüft den Verkauf von unrentablen Geschäftsbereichen.
© Foto: Continental

Der Konzern erwägt den Verkauf von Geschäftsbereichen, wie Technologien für autonome Mobilität, berichten Insider. Die Pläne zur Trennung von unrentablen Sparten könnten am 4. Dezember bekannt gegeben werden.

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Die Continental AG prüft informierten Kreisen zufolge den Verkauf von Geschäftsbereichen zur Rentabilitätssteigerung. Zur Disposition könnte etwa die Technologie für autonome Mobilität stehen.

Management und Aufsichtsrat haben innerhalb der Automobilsparte mehrere Geschäftsfelder unter die Lupe genommen, berichten mit den Diskussionen vertraute Insider. Pläne zur Trennung von unrentablen Sparten könnten auf dem Kapitalmarkttag am 4. Dezember bekannt gegeben werden, hieß es.

Auf dem Prüfstand steht demnach das Geschäftsfeld “Autonomous Mobility”, das etwa Sensoren für Fahrerassistenzfunktionen herstellt und für das weitere Investitionen in Höhe von Hunderten Millionen Euro erforderlich sind. Statt eines Verkaufs könnten aber auch Partner ins Boot geholt werden, hieß es weiter. 

Überprüfung welche Bereiche verkauft werden sollen

Continental könnte auch den Verkauf eines Teils oder des gesamten Geschäftsbereichs “User Experience” prüfen, der Displays für die Instrumententafel und das Unterhaltungssystem von Autos herstellt, hieß es. Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle habe im Auftrag der Großaktionärsfamilie Schaeffler an einem Plan zur Sanierung von Continental gearbeitet, so die darüber informierten Personen. Reitzle, der seit 2009 im Amt ist, soll bei der Hauptversammlung im nächsten Jahr zurücktreten. Er könnte aber seine Amtszeit verlängern, um den Turnaround zu steuern, hieß es. 

Beteiligungsgesellschaften wie Apollo Global Management erwägen dem Vernehmen nach Gebote für einige Geschäftsbereiche von Continental. Auch konkurrierende Zulieferer seien an bestimmten Geschäftsbereichen interessiert, hieß es. Die Gespräche sind noch im Gange, und es ist nicht sicher, dass sie zu Transaktionen führen. Continental und Apollo lehnten eine Stellungnahme ab.

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Continental kämpft mit sinkender Rentabilität in seinem Automobilgeschäft, das bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge ins Hintertreffen geraten ist. Der Aktienkurs des Zulieferkonzerns hat sich in den letzten fünf Jahren halbiert. Die Überlegungen zu Continental sind Teil eines umfassenderen Projekts des deutschen Milliardärsclans Schaeffler zur Neuaufstellung seiner Beteiligungen. So versuchen die Schaefflers derzeit, über ihren Kugellagerhersteller Schaeffler AG auch die Vitesco Technologies komplett zu übernehmen. Mehr zum Thema: Schaeffler will Vitesco kaufen und sich für Elektro-Ära rüsten Continental-Vorstandschef Nikolai Setzer sagte unlängst in einem Interview, er sei bereit, Geschäftsbereiche zu verkaufen, wenn dies dazu beiträgt, das Unternehmen “zukunftssicher” zu machen. Für einen Teil der Division ContiTech, die auch Autoteile wie Antriebsriemen und Riemenscheiben herstellt, sei eine “Best-Ownership-Prüfung” im Gange, fügte er hinzu.

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