McMurtry Spéirling Pure: Wie ein rasender Staubsauger

07.07.2026 07:03 Uhr | Lesezeit: 2 min
McMurtry zeigt in Goodwood die finale Serienversion des Spéirling Pure
© Foto: McMurtry

Abtrieb ist ein entscheidender Faktor für schnelle Rundenzeiten. Die soll der Spéirling Pure mit einem von Turbinen erzeugten Vakuum unter dem Fahrzeug einfahren.

Auf dem Goodwood Festival of Speed Mitte Juli präsentiert die britische Sportwagenschmiede McMurtry die Serienversion ihres elektrischen Extremrenners Spéirling Pure. Der für den Rennstreckeneinsatz entwickelte, weitgehend aus Carbon gefertigte Einsitzer richtet sich an ambitionierte Trackday-Fahrer und soll dank seines Plug-and-Play-Konzepts mit vergleichsweise geringem logistischem Aufwand den Einsatz bei Rennstreckenveranstaltungen ermöglichen.


McMurtry Spéirling Pure

Gegenüber früheren Version hat der Spéirling Pure beim Radstand um 20 Zentimeter zugunsten der größeren Batterie zugelegt Bildergalerie

Angetrieben wird der 3,82 Meter kurze Einsitzer von zwei Elektromotoren des Herstellers Helix, die gemeinsam mehr als 1.000 PS leisten und ihre Kraft über ein elektronisch geregeltes Differenzial an die Hinterräder übertragen. Mit Traktionskontrolle und breiten Michelin-Slicks soll der rund 1.350 Kilogramm schwere Stromer in 1,6 Sekunden auf 100 km/h sprinten und bis zu 305 km/h schnell werden.

Den Strom liefert eine 100-kWh-Batterie, die bei Fahrten auf LMP2-Niveau für 40 bis 50 Kilometer reichen soll. Das Nachladen von 20 auf 95 Prozent dauert laut Hersteller je nach Ladeleistung und Außentemperatur zwischen 20 und 60 Minuten.

Großen Entwicklungsaufwand investierte McMurtry in Aerodynamik und Abtrieb. Neben einem mächtigen Heckflügel sorgt dafür vor allem ein Ventilatorsystem, das unter dem Fahrzeug Unterdruck erzeugt. Die als „Downforce-on-Demand“ bezeichnete Technik soll bereits im Stand bis zu zwei Tonnen Abtrieb erzeugen und damit vor allem helfen, die Kurvengeschwindigkeiten deutlich zu erhöhen.

Eine weitere Besonderheit ist der vergleichsweise geringe Betreuungsaufwand an der Rennstrecke. Laut McMurtry genügen ein Fahrer und ein mit dem Fahrzeug vertrauter Techniker, ein mehrköpfiges Rennteam ist nicht erforderlich. Günstig ist der Spéirling Pure dennoch nicht: Für deutsche Kunden dürfte der Preis inklusive Mehrwertsteuer bei rund 1,4 Millionen Euro liegen.

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