Autodoc plant für das Geschäftsjahr 2026 einen weiteren kräftigen Wachstumsschub. Der Vorstand rechnet mit einer Umsatzsteigerung zwischen elf und 16 Prozent sowie einem bereinigten EBITDA von 170 bis 195 Millionen Euro. Grundlage der Prognose sind eine steigende Nachfrage nach Kfz‑Ersatzteilen, der wachsende Online‑Handel im Aftermarket sowie strategische Maßnahmen wie der weitere Ausbau von Autodoc Pro, die europäische Skalierung des Marketplaces und Investitionen in Logistik und Automatisierung.
CEO Dmitri Zadorojnii sieht das Unternehmen gut aufgestellt: "2026 wird ein Jahr sein, in dem wir beginnen, die ersten Früchte der vielen von uns getroffenen strategischen Entscheidungen zu ernten", erklärte Zadorojinii am Dienstag in Berlin. Auch CFO Lennart Schmidt blickt optimistisch nach vorn: "Wir gehen davon aus, unseren hochprofitablen Wachstumskurs im Jahr 2026 fortzusetzen."
Starkes Jahr 2025 als Basis
Der positive Ausblick stützt sich auf ein Jahr 2025, in dem Autodoc zahlreiche Rekorde verzeichnete. Die Umsatzerlöse stiegen um 16,3 Prozent auf rund 1,81 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA erhöhte sich auf 163,8 Millionen Euro, und der Jahresüberschuss kletterte um fast 60 Prozent auf 58,8 Millionen Euro. Die aktive Kundenbasis wuchs auf 9,3 Millionen, insgesamt wurden 18,9 Millionen Bestellungen abgewickelt. Zadorojnii: "Wir sind stolz darauf, ein weiteres Jahr mit robuster Performance vermelden zu können."
B2B und Marketplace treiben das Wachstum
Besonders dynamisch entwickelte sich das B2B‑Segment Autodoc Pro, das seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelte und allein in Frankreich erstmals die Marke von 100 Millionen Euro überschritt. Der Marketplace wurde auf zehn Länder ausgeweitet und vernetzt Nutzer mittlerweile mit über 400 Drittanbietern in 150 Kategorien.
Der Free Cashflow betrug laut Unternehmen 84 Millionen Euro, die Bilanz blieb auf Nettobasis schuldenfrei. Der Vorstand beabsichtigt, einen Dividendenvorschlag von 70,6 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 einzureichen. "Finanzielle Disziplin ist kein Selbstzweck – sie ist das Fundament unserer langfristigen Handlungsfähigkeit", betonte Schmidt.
Investitionen in Infrastruktur und Automatisierung
Zur Unterstützung des Wachstums eröffnete Autodoc in Gent ein neues 15.000‑Quadratmeter‑Lager für Frankreich und die Benelux‑Region. Parallel wird das Logistikzentrum in Cheb (Tschechien) mit einem automatisierten Shuttle‑System modernisiert, das bis Ende 2026 vollständig einsatzbereit sein soll.