Wenn Martin Kolbinger etwas nicht leiden kann, dann sind es klapprige Schubfächer: "Wenn ich ein Schubfach aufziehe, darf es nicht ruckeln", erklärt der Kfz-Profi und demonstriert das an seinem persönlichen Werkstattwagen, den er sich für sein Spezial-Werkzeug bei Sonic bestellt hat. Der schwere Schub schließt mit einem satten Klacken. Wir stehen in der ziemlich neuen und ziemlich aufgeräumten Kfz-Werkstatt "MK-KFZ-Technik" in Rottenburg an der Laaber bei Landshut in Bayern. Die Initialen M und K stehen für den Namen des Besitzers und der Name Martin Kolbinger steht für Fleiß, Qualitätsbewusstsein und Fairness im Geschäft.
Die neue Werkstatthalle wurde erst 2023 offiziell eröffnet und ist ein Traum für jeden Kfz-Profi: "Bei mir steht kein Billigzeug herum, ich habe nur Top-Qualität eingebaut, vom Werkstattwagen bis zur Hebebühne. Es war immer mein Ziel, eine eigene Werkstatt zu haben", erklärt der Kfz-Technikmeister, der einst in der alten Hopfenhalle seines Großvaters mit dem Schrauben angefangen hat. "In der unbeheizten Halle war im Winter das Hydrauliköl der Bühne so zäh, dass man sie manuell betätigen musste", erinnert sich Kolbinger an die harten Anfänge. Nach Ausbildung bei BMW und berufsbegleitender Technikerschule stand er irgendwann vor der Entscheidung: entweder ein Angebot von BMW verbunden mit beruflichem Ortswechsel oder Selbstständigkeit. Kolbinger entschied sich für den Schritt in die Selbstständigkeit und bereut es bis heute nicht. Allerdings ist herauszuhören, dass eben alles seinen Preis hat. "Es gab Zeiten, da habe ich fast rund um die Uhr gearbeitet. Aber ich hatte mein Ziel und das war es Wert", so Kolbinger.
Werkstatt mit Wow-Effekt
Man spürt, dass Kolbinger stolz darauf ist. Jetzt hat er fünf komplett eingerichtete Arbeitsplätze mit Hebebühne und eine Top-Werkstatt-Einrichtung vom Premium-Ausrüster Sonic. "Das habe ich mir genauso vorgestellt, ich wollte eine Halle, wo jeder Besucher sagt: Wow!" Die "Männerküche" im klassischen Farbton RAL 7016 von Sonic säumt fast die gesamte Längsseite der Halle - insgesamt sind rund 30 Meter mit Elementen aus der Sonic Serie MSS+ verbaut - die höchste Qualitätsstufe des Werkstattausrüsters, der sich in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch konsequentes Bespielen sämtlicher Social-Media-Kanäle, Kultstatus erarbeitet hat.
Die MSS+-Serie, die auf der Automechanika 2018 erstmals vorgestellt wurde, ist schon aufgrund der Materialstärke Premium-Klasse: Die Wandstärken sind mit 1,4 Millimeter etwas doppelt so stark wie Standard-Produkte. Zudem sind die Schränke und Arbeitsplatten in der Tiefe von 65 cm erhältlich. "Die Schubauszüge sind mit bis zu 230 Kilogramm extrem belastbar und komplett ausziehbar", erklärt Vertriebsleiter Florian Felschen, der sich bei Kundengesprächen auch schon mal gerne in eine Schublade stellt, um das Qualitätsversprechen anschaulich zu demonstrieren. "Wir geben auf die Schienen sowie allen Artikeln der MSS+-Serie zehn Jahre Garantie", ergänzt Felschen. Die Variantenvielfalt der verfügbaren Elemente ist groß: "Wir können jeden Raum bis auf mindestens acht Zentimeter oder weniger passgenau planen", ergänzt sein Vertriebskollege Thomas Drößler.
Fünf Plätze komplett eingerichtet
"Man kann sich die Module so zusammenstellen, wie man es braucht", bestätigt Kolbinger, der sich die fünf Arbeitsplätze passgenau eingerichtet hat. Auch das Werkzeug in den Wägen stammt von Sonic: "Du brauchst professionelles Werkzeug, wenn du professionell arbeiten willst. Die Finesse steckt oft im Detail", erklärt Kolbinger und demonstriert das an einer Sonic-Ratsche, die auch unter den engsten Bedingungen im Motorraum bedienbar ist. Dem Ordnungssinn kommt entgegen, dass bei Sonic alle Werkzeuge und Aufsätze passgenau in einer Schaumstoffeinlage eingepasst sind. "Wir ordnen die Nüsse in der Regel stehend an, damit wir mehr Werkzeuge in den Schaumeinlagen unterbringen können und die Stecknüsse besser erkennbar sind. Außerdem sieht man sofort, ob sich jedes Teil an seinem richtigen Platz befindet", erklärt Florian Felschen ein nicht unwichtiges Detail.
Sauber und tropffrei wird hier auch mit dem Öl gearbeitet. Die verbauten Aufrollschränke liefern heute schon direkt am Arbeitsplatz Strom und Druckluft. Der Aufbau soll künftig noch um Ölpistolen erweitert werden - die Abtropfschale ist bereits vorgerüstet.
Seine Ordnungsliebe sei schon ein bisschen spleenig, gibt Kolbinger zu, aber letztlich geht es auch ums Geschäft: "Wenn Kunden ihr Auto abgeben, merken sie gleich, wie hier gearbeitet wird und welche Qualität sie erwarten dürfen. Ich bin sicher kein Billigheimer, aber dafür gibt es Top-Qualität." Das zahlt sich offenbar aus, denn die Werkstatt ist ausgelastet. Werbung macht Kolbinger derzeit daher überhaupt nicht. Am Schluss führt uns Kolbinger dann doch noch in eine etwas weniger aufgeräumte Ecke: Auf der Empore lagern einige ausgebaute BMW-Motoren, die Kolbinger instandgesetzt hat. "Die BMW-Motoren sind ein Steckenpferd von mir, wir bieten die Instandsetzung für sämtliche Aggregate an."
Planung mit 3D-Konfigurator
Einbauküchen plant man im 3D-Planer, ordnet Schränke, Schubladen und alle anderen Elemente so an, dass es perfekt passt. So ähnlich läuft es auch bei Sonic. Auf dem Tablet zeigt uns Florian Felschen den neuen 3D-Planer. Mir ihm können für jedes gegebene Hallenmaß sämtliche Elemente der Sonic-Serien MSS und MSS+ im Raum angeordnet werden. "Das ist wichtig, wenn wir vor Ort beim Kunden sind und damit schon mal einen überzeugenden Entwurf anfertigen können", betont Felschen. "You see what you get - man sieht sofort, was man bekommt". So geht Männerküche heute.
- Ausgabe 4/2026 Seite 032 (850.5 KB, PDF)