ZF Aftermarket baut seine Testkapazitäten für künftige Emissionsanforderungen aus. Am Friction Competence Centre in Spanien hat das Unternehmen in einen eigenen Prüfstand zur Messung von Bremspartikeln investiert. Hintergrund ist die kommende Euro-7-Norm, die erstmals auch nicht-abgasbedingte Emissionen wie Bremsabrieb berücksichtigt. Die neue Regelung gilt zunächst für Neufahrzeuge, dürfte aber auch den freien Ersatzteilmarkt betreffen. Werkstätten und Handel werden künftig auf Bremskomponenten angewiesen sein, die frühzeitig unter Euro-7-relevanten Bedingungen geprüft wurden. ZF Aftermarket will mit der Investition die Entwicklung und Validierung entsprechender Bremsbeläge und Bremsscheiben beschleunigen.
ZF dustIN: Bremsen-Partikelprüfstand
Kern der Anlage ist der ZF dustIN, ein von ZF entwickelter Bremsen-Partikelprüfstand. Er ist darauf ausgelegt, Partikelemissionen unter definierten Testbedingungen zu erfassen und künftige regulatorische Anforderungen abzubilden. Der Prüfstand wird derzeit gemeinsam mit Behörden auf eine Zertifizierung nach UN GTR Nr. 24 vorbereitet. Mit der neuen Anlage betreibt ZF Aftermarket nach eigenen Angaben nun insgesamt 31 Prüfstände für die Entwicklung und Validierung von Reibmaterialien. Der eigene Prüfstand soll dem Unternehmen mehr Kontrolle über Testabläufe, Datenqualität, Reproduzierbarkeit und Vertraulichkeit geben. Zugleich sollen Entwicklungszyklen verkürzt und neue Produkte schneller zur Marktreife gebracht werden.