Vor rund einem Jahr haben das American Petroleum Institute (API) und das International Lubricant Specification Advisory Committee (ILSAC) neue Standards für moderne Motorenöle eingeführt. Für Werkstätten, Fachhandel und Fahrzeughalter hat sich damit die Bedeutung der richtigen Ölauswahl weiter erhöht. Neben der Viskositätsklasse gewinnen vor allem Spezifikationen an Bedeutung, die Anforderungen an Effizienz, Sauberkeit, Verschleißschutz und Stabilität über das gesamte Ölwechselintervall definieren.
Moderne Benzin- und Dieselmotoren stellen heute deutlich höhere Anforderungen an Schmierstoffe als frühere Motorgenerationen. Downsizing, Turboaufladung, Direkteinspritzung, Start-Stopp-Systeme und moderne Abgasnachbehandlungssysteme führen dazu, dass Motorenöle nicht nur schmieren, sondern auch zur Reduzierung von Reibung, zur Motorsauberkeit, zum Verschleißschutz und zur langfristigen Funktionssicherheit beitragen müssen.
Viele orientieren sich bei der Ölwahl zunächst an bekannten Angaben wie 5W-30, 5W-40 oder 0W-20. Diese Viskositätsklassen beschreiben jedoch nur das Fließverhalten des Öls bei bestimmten Temperaturen. Sie geben keine vollständige Auskunft darüber, welche Leistungsanforderungen ein Öl erfüllt, für welche Motorkonzepte es geeignet ist oder ob es aktuelle Spezifikationen und Herstellervorgaben abdeckt.
Gerade bei neueren Motorgenerationen ist diese Unterscheidung relevant. Zwei Motorenöle mit derselben Viskositätsklasse können sich in Formulierung, Additivsystem, Alterungsstabilität und Schutzreserven deutlich unterscheiden. Für Werkstätten und Fachhandel wird die Spezifikation daher zu einem wichtigen Kriterium in der Beratung.
Werkstätten: Darauf bei der Kunden-Beratung achten
Mit API SQ und ILSAC GF-7A wurden im Frühjahr 2025 neue Anforderungen für Motorenöle eingeführt. Sie bauen auf früheren Standards auf und berücksichtigen unter anderem Kraftstoffeffizienz, Steuerkettenverschleiß, Ablagerungskontrolle, den Schutz moderner Abgasnachbehandlungssysteme sowie eine stabile Leistung über das Ölwechselintervall hinweg.
Damit verdeutlichen die neuen Standards, wie sich die Rolle des Motorenöls verändert hat. Moderne Schmierstoffe müssen ein Zusammenspiel aus Effizienz, Bauteilschutz, Sauberkeit, Materialverträglichkeit und Langzeitstabilität leisten. Für Werkstätten und Fachhändler ergibt sich daraus eine erweiterte Beratungsaufgabe: Entscheidend ist nicht allein die passende Viskositätsklasse, sondern auch, ob das Öl zur jeweiligen Motorengeneration, zum Einsatzprofil und zu den Herstellervorgaben passt.
Mannol verweist in diesem Zusammenhang auf das Motorenöl Molibden Ultra 5W-30. Nach Herstellerangaben erfüllt das Produkt die Leistungsanforderungen von API SQ und ILSAC GF-7A sowie ACEA C2/C3 und GM dexos1™ Gen 3. Die Formulierung mit organischem Molybdän ist laut Unternehmen für moderne Benzin- und Dieselmotoren ausgelegt, insbesondere für Motoren mit Turboaufladung, Direkteinspritzung und Abgasnachbehandlung.
Konstantin Gaab, Geschäftsführer von Mannol / SCT Germany: "Ein Jahr nach der Einführung von API SQ und ILSAC GF-7A wird deutlich, wie rasch sich die Anforderungen an Motorenöle weiterentwickeln. Für Werkstätten und den Handel bedeutet das: Die Beratung muss heute deutlich über die Viskositätsklasse hinausgehen. Mit Produkten wie Mannol Molibden Ultra 5W-30 übersetzen wir aktuelle Standards in praxisnahe Lösungen für moderne Motorengenerationen."