Moderne Benzinmotoren werden effizienter, zugleich aber auch empfindlicher gegenüber bestimmten Betriebszuständen. Ein Beispiel ist Low Speed Pre-Ignition, kurz LSPI. Dabei entzündet sich das Kraftstoff-Luft-Gemisch bei niedriger Drehzahl und hoher Last unkontrolliert vor dem eigentlichen Zündzeitpunkt.
Besonders betroffen sind turboaufgeladene Benzinmotoren mit Direkteinspritzung, wie sie durch Downsizing und Effizienzanforderungen weit verbreitet sind. Kritische Situationen können etwa beim Beschleunigen im hohen Gang oder im Stadtverkehr entstehen. Die dabei auftretenden Druckspitzen im Zylinder können im Extremfall Schäden an Kolben, Pleueln oder Lagern verursachen.
Die Entstehung von LSPI hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Motorkonstruktion, Kraftstoff, Betriebsbedingungen und Motoröl. Die Formulierung des Schmierstoffs kann die Anfälligkeit eines Motors beeinflussen. Deshalb berücksichtigen moderne Ölspezifikationen wie API SP das Thema LSPI ausdrücklich. Auch neuere Anforderungen wie API SQ zielen darauf ab, Motoröle für aktuelle Motorentechnologien weiterzuentwickeln.
Schmierstoffe: Das sind die neuesten Motorenöle
Für Werkstätten und Fahrzeughalter bedeutet das, dass die Wahl des Motoröls nicht allein über die Viskositätsklasse erfolgen sollte. Entscheidend sind auch die vom Fahrzeughersteller geforderten Spezifikationen und Freigaben. Mannol verweist in diesem Zusammenhang auf Motoröle aus dem eigenen Sortiment, die Spezifikationen wie API SP oder API SQ erfüllen und für moderne Benzinmotoren mit Direkteinspritzung und Turboaufladung vorgesehen sind.
Konstantin Gaab, Geschäftsführer von Mannol / SCT Germany: "Themen wie LSPI zeigen, wie dynamisch sich die Anforderungen im Motorenbereich weiterentwickeln. Mit unserem Portfolio an Hightech-Motorölen unterstützen wir unsere Partner dabei, auch anspruchsvolle Motorengenerationen zuverlässig abzudecken und ihre Kunden kompetent zu beraten."