Laut KBA können durch Abrieb verursachte Ablagerungen im sogenannten RWT-Starterrelais entstehen. Diese Ablagerungen erhöhen den elektrischen Kontaktwiderstand innerhalb des Relais. Dadurch kann es zu einer stärkeren Erwärmung und in der Folge zu einem Kurzschluss kommen. Das daraus resultierende Risiko wird als erhöhte Brandgefahr eingestuft.
Von dem Rückruf betroffen sind verschiedene BMW-Modellreihen, darunter 2er, 3er, 4er, 5er, 6er und 7er sowie die SUVs X3, X4, X5, X6 und X7. Ebenfalls auf der Liste stehen der Roadster Z4 und das Elektrofahrzeug i3. Weltweit umfasst die Aktion 744.234 Fahrzeuge, davon 42.300 in Deutschland.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: BMW
- Modelle: 2er, 3er, 4er, 5er, 6er, 7er, X3, X4, X5, X6, X7, Z4, i3
- Produktionszeitraum: 31.07.2020 – 26.02.2026
- Rückrufgrund: Ablagerungen im RWT-Starterrelais durch Abrieb
- Risiko: Kurzschluss mit erhöhter Brandgefahr
- Maßnahme: Austausch des Motorstarters
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 744.234
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 42.300
- KBA-Referenznummer: 16790R
- Hersteller-Rückrufcode: 0012790600, 0012780600, 0012770600
- Status: Behördlich überwachter Rückruf
Maßnahme
Im Rahmen der Rückrufaktion wird bei den betroffenen Fahrzeugen der Starter des Motors ausgetauscht. Dadurch soll das Risiko eines Kurzschlusses und eines möglichen Fahrzeugbrands dauerhaft beseitigt werden.
Das KBA macht keine Angaben zur Dauer der Reparatur. Auch BMW hat in der veröffentlichten Rückrufinformation keine Zeitvorgabe genannt. Die genaue Werkstattzeit dürfte daher vom jeweiligen Modell und der Ersatzteilverfügbarkeit abhängen.
KBA-Überwachung
Die Rückrufaktion wird durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht und trägt die KBA-Referenznummer 16790R. Fahrzeughalter erhalten detaillierte Informationen direkt über BMW oder eine autorisierte Vertragswerkstatt. Für Rückfragen nennt der Hersteller die Rückrufcodes 0012790600, 0012780600 und 0012770600.