Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat Kritik an einer aktuellen Aktion der Deutschen Umwelthilfe (DUH) geäußert. Anlass ist eine Initiative der Umweltorganisation, bei der Kfz-Betriebe zu Austausch-Katalysatoren befragt werden. Zudem hat die DUH Testkäufe sowie Werkstatt- und Abgastests angekündigt. Der ZDK kann nach eigenen Angaben nicht nachvollziehen, warum sich die Aktion gezielt gegen Werkstätten richtet.
Nach Einschätzung des Dachverbands werden in Kfz-Fachbetrieben bei Wartung und Reparatur grundsätzlich geprüfte Qualitätskatalysatoren eingesetzt. Diese Bauteile sind ein zentraler Bestandteil der Abgasnachbehandlung und tragen dazu bei, dass Fahrzeuge die geltenden Emissionsgrenzwerte einhalten. Entsprechend greifen Werkstätten laut ZDK auf Komponenten zurück, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und entsprechende Qualitäts- und Leistungsprüfungen durchlaufen haben.
Eine wichtige Rolle spielt dabei nach Darstellung der Branche der freie Ersatzteilhandel. Er stelle sicher, dass Werkstätten Zugang zu Ersatzkatalysatoren haben, die nach technischen Spezifikationen der Fahrzeughersteller gefertigt werden. Ein Teil dieser Produkte stamme von Zulieferern, die auch die Automobilindustrie beliefern.
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"Für unsere Betriebe steht fest: Bei sicherheits- und emissionsrelevanten Bauteilen wie dem Katalysator gibt es keine Kompromisse. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass in ihren Fahrzeugen ausschließlich geprüfte Qualitätsprodukte verbaut werden", erklärte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn am Mittwoch.
Auch der freie Ersatzteilhandel verweist auf Qualitätsanforderungen bei entsprechenden Komponenten. "Der freie Ersatzteilmarkt steht für geprüfte Qualität und verlässliche Standards. Werkstätten und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Ersatzkatalysatoren die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und dauerhaft funktionieren", betont Thomas Vollmar, Präsident des Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA).
Durch den Einsatz entsprechender Ersatzkatalysatoren könnten Fahrzeuge auch nach einer Reparatur die gesetzlichen Abgasvorschriften einhalten, so die Verbände. Gleichzeitig ermögliche der freie Ersatzteilmarkt eine breite Verfügbarkeit der Bauteile und damit wirtschaftliche Reparaturen.
Kritisch sieht der ZDK jedoch die Vorgehensweise der Deutschen Umwelthilfe. "Unsere Betriebe stehen für Qualität und Rechtskonformität. Wer den Mittelstand pauschal unter Verdacht stellt, trägt nicht zur Lösung bei, sondern beschädigt das Vertrauen in eine Branche, die täglich für sichere und umweltgerechte Mobilität sorgt", so Peckruhn.