Im Forschungsprojekt MAHALO untersuchen MAHA und die Hochschule Kempten neue Verfahren zur präzisen Positionsbestimmung für Anwendungen in der Fahrzeugprüf- und Messtechnik. Dabei geht es um die genaue Ermittlung von Position und räumlicher Orientierung von Objekten, etwa für automatisierte Fahrzeugvermessung, Achsmessverfahren oder die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen.
Erstes Projekt im Rahmen der Kooperation
MAHA und die Hochschule Kempten haben den Start ihres ersten gemeinsamen Forschungsvorhabens innerhalb des bestehenden Kooperationsvertrags bekannt gegeben. Das Projekt mit dem Namen MAHALO wurde Ende Mai am MAHA-Stammsitz im Allgäu vorgestellt. Es ist auf zwölf Monate angelegt und läuft von September 2026 bis August 2027.
Auf Seiten der MAHA Group verantwortet Markus Schmid, Leiter Forschung, das Vorhaben. Für die Hochschule Kempten übernimmt Prof. Dr. Bernd Pinzer, Leiter des Instituts für Maschinelles Sehen, kurz IMS, die wissenschaftliche Leitung.
Weiterentwicklung des MAIA-Prototyps
Ausgangspunkt des Projekts ist MAIA, ein MAHA-Forschungsprototyp für die automatisierte Fahrzeugvermessung. Für die Lokalisierung nutzt MAIA bislang vergleichsweise kostenintensive Hardware und ist auf externe Kalibriermessungen angewiesen. Im Rahmen von MAHALO sollen daher alternative Methoden untersucht werden, mit denen Position und Orientierung zuverlässig und mit geringerem Kalibrieraufwand bestimmt werden können.
Grundlage für künftige Anwendungen
Die Ergebnisse sollen unter anderem in die Weiterentwicklung von MAIA einfließen. Darüber hinaus können sie eine technologische Grundlage für künftige Anwendungen in der Fahrzeugprüf- und Messtechnik bilden. "Mit MAHALO setzen wir das erste sichtbare Zeichen, dass unsere Kooperation mit der Hochschule Kempten weit mehr ist als eine Absichtserklärung. Wir investieren gezielt dort, wo wissenschaftliche Tiefe und industrielle Anwendung zusammenfinden – und stärken damit zugleich den Forschungsstandort Allgäu", erklärt Dr. Peter Geigle, Geschäftsführer der MAHA Group. "Die Themen, an denen wir gemeinsam arbeiten, entscheiden mit darüber, wie Fahrzeuge in fünf oder zehn Jahren geprüft und vermessen werden."
Auch die Hochschule Kempten sieht in dem Projekt einen Auftakt für die weitere Zusammenarbeit. "MAHALO ist ein Paradebeispiel für gelungenen Wissens- und Technologietransfer: Konkrete industrielle Fragestellungen treffen auf exzellente Forschung. Davon profitieren beide Seiten – und vor allem unsere Studierenden, die unmittelbar an realen Aufgabenstellungen mitarbeiten können", so Prof. Dr. Regina Schreiber, Vizepräsidentin für Forschung und Transfer der Hochschule Kempten.