MAHA hat in Nordirland einen bedeutenden Großauftrag für die nationale Fahrzeugprüfung zurückgewonnen. Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft MAHA Ireland Ltd. modernisiert das Unternehmen die technische Infrastruktur der Driver and Vehicle Agency (DVA). Insgesamt liefert, installiert und betreut MAHA 79 neue Prüfstraßen. Das Projektvolumen liegt im Millionenbereich und zählt zu den größten Einzelaufträgen in der Firmengeschichte.
Zum Projekt gehört nicht nur die Ausstattung der bestehenden Prüfinfrastruktur, sondern auch der Neubau zweier Prüfzentren. Darüber hinaus wird das gesamte Netzwerk der DVA-Prüfstellen modernisiert. Bestandteil des Vertrags ist ein zehnjähriges Wartungs- und Aftersales-Programm, das die langfristige Betriebssicherheit der Anlagen gewährleisten soll. Der Letter of Intent wurde bereits im Dezember 2025 unterzeichnet, der finale Auftrag im März 2026 an MAHA Deutschland und MAHA Ireland vergeben, wie das Unternehmen mitteilte.
Nordirland und Irland zählen seit vielen Jahren zu den wichtigsten Auslandsmärkten des Allgäuer Prüftechnikspezialisten. In beiden Ländern kommen Prüf-, Hard- und Softwarelösungen von MAHA zum Einsatz, die in Süddeutschland entwickelt und gefertigt werden.
Der erneute Zuschlag ist aus Sicht des Unternehmens auch Ergebnis veränderter Vergabekriterien. Nach der vorzeitigen Vertragsbeendigung mit einem Wettbewerber im Frühjahr 2025 schrieb die DVA das Projekt neu aus – mit einem klaren Fokus auf Qualität und Betriebssicherheit statt eines reinen Preiswettbewerbs. MAHA konnte sich in diesem Umfeld erneut durchsetzen.
Robust und leistungsfähig
Ein ausschlaggebender Faktor war dabei die Leistungsfähigkeit der bestehenden Systeme: Die bereits installierte MAHA-Ausrüstung sollte ursprünglich ab 2021 ersetzt werden, blieb dank ihrer Robustheit und des kontinuierlichen Serviceeinsatzes jedoch über Jahre hinweg zuverlässig in Betrieb.
"Vor dem Hintergrund der neuen Vergaberichtlinien in Nordirland zeigt dieses Projekt deutlich, dass bei sicherheitsrelevanter Prüftechnik nicht allein der Anschaffungspreis ausschlaggebend ist", sagte Peter Geigle, Geschäftsführer der MAHA Group. "Wenn Systeme nicht zuverlässig funktionieren, entstehen schnell erhebliche Folgekosten. Am Ende zählt die technische Qualität und die langfristige Betriebssicherheit."
Die periodische technische Fahrzeugprüfung (PTI) im staatlichen Umfeld zählt zu den anspruchsvollsten Einsatzbereichen der Prüftechnik. In nordirischen Prüfzentren laufen mehrere Prüflinien parallel. Jede Linie ist rund 20 Minuten pro Fahrzeug ausgelastet, arbeitet mit mehreren Prüfern und bewältigt bis zu 100 Fahrzeuge pro Tag. Daraus ergeben sich tausende Prüfzyklen pro Woche und entsprechend hohe Dauerbelastungen für Mechanik, Sensorik und Steuerungssysteme.