E-Mobilität stärken, E-Fuels nutzen: ZDK begrüßt Gesetzespläne zur THG-Quote

27.02.2026 14:00 Uhr | Lesezeit: 3 min
Thomas Peckruhn
"Viele Autohäuser investieren erheblich in Ladeinfrastruktur, Qualifizierung und neue Geschäftsmodelle. Diese Vorleistungen müssen sich auch künftig in einem stabilen und verlässlichen THG-System widerspiegeln", mahnt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.
© Foto: ZDK

Das Kfz-Gewerbe unterstützt die Novelle der THG-Quote als Signal für Investitions- und Planungssicherheit. Der ZDK fordert eine technologieoffene, praxistaugliche und verbraucherfreundliche Umsetzung – mit starker Rolle für E-Mobilität, erneuerbare Kraftstoffe und bezahlbare Mobilität.

Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt den im Bundestag eingebrachten Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) als wichtigen Impuls für mehr Investitions- und Planungssicherheit im Verkehrssektor. Zugleich betont der ZDK aber: Der Erfolg hängt von einer technologieoffenen, praxistauglichen und verbraucherfreundlichen Umsetzung ab.

Planungssicherheit bis 2040

"Die Fortschreibung der THG-Quote bis 2040 schafft grundsätzlich Investitionssicherheit. Unsere Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen – sowohl für den Hochlauf der Elektromobilität als auch für Service rund um Fahrzeuge, die mit alternativen Kraftstoffen betrieben werden", sagt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. Die geplante stufenweise Anhebung auf bis zu 59 Prozent bedeutet einen tiefgreifenden Umbau des Kraftstoffmarkts. Für den ZDK ist zentral, dass der direkte Einsatz von Strom im Straßenverkehr eine tragende Rolle behält und im THG-System verlässlich abgebildet wird.

"Elektromobilität ist ein entscheidender Baustein zur CO2-Minderung. Viele Autohäuser investieren erheblich in Ladeinfrastruktur, Qualifizierung und neue Geschäftsmodelle. Diese Vorleistungen müssen sich auch künftig in einem stabilen und verlässlichen THG-System widerspiegeln", so Peckruhn weiter. Technologieoffenheit bleibe das Gebot der Stunde. Millionen Bestandsfahrzeuge würden noch lange unterwegs sein. Ohne nachhaltige Biokraftstoffe und strombasierte Kraftstoffe als Beimischung zu fossilen Kraftstoffen würden die Klimaziele im Verkehr nicht erreicht. Wichtig seien deshalb wirksame, praktikable und bürokratiearme Kontrollen, so der ZDK.

Mobilität bezahlbar halten

Mit Blick auf mögliche Preiswirkungen warnt der Verband vor Mehrbelastungen: "Klimaschutz im Verkehr darf Mobilität nicht zum Luxusgut machen." Klimapolitik müsse alltagstauglich, sozial ausgewogen und bezahlbar bleiben, damit Akzeptanz und Tempo der Transformation gesichert werden. Der ZDK will nach eigenen Angaben das parlamentarische Verfahren konstruktiv begleiten und setze sich daher weiter für eine ausgewogene, marktwirtschaftliche und mittelstandsfreundliche Ausgestaltung der THG-Quote ein.


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