ZF Aftermarket will Werkstätten bei den großen Umbrüchen im Servicegeschäft unterstützen und stellt auf der Automechanika 2026 mehrere neue Lösungen vor. Im Fokus des Messeauftritts stehen ein KI-gestützter Telefonassistent für das Werkstattmanagement, ein erweitertes Schulungsangebot für Hochvolt-Batterien sowie eine neue Bremsflüssigkeit mit Recyclinganteil.
Mit den Neuheiten adressiert der Zulieferer zentrale Herausforderungen vieler Werkstätten: den Umgang mit steigenden Kundenerwartungen, den Fachkräftemangel, die zunehmende Digitalisierung und den wachsenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge.
"Unser Uptime-Versprechen prägt unser Ziel, reibungslose Mobilität zu ermöglichen, maßgeblich. Dazu gehört, unsere Kunden dabei zu unterstützen, effizienter zu arbeiten, schneller Entscheidungen zu treffen und sich auf neue Technologien im Aftermarket vorzubereiten", sagte Philippe Colpron, Leiter von ZF Aftermarket, laut einer Mitteilung.
KI soll Telefonaufkommen in Werkstätten abfangen
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist der neue "AI Voice Agent" für das Werkstattmanagementsystem ZF [pro]Manager. Die Lösung übernimmt eingehende Telefonate und kann mit Kunden in natürlicher Sprache kommunizieren.
Laut ZF erkennt das System in Echtzeit Fahrzeugdaten, Modellbezeichnungen und Serviceanliegen. Gleichzeitig ist der Assistent an die Terminplanung angebunden und kann freie Kapazitäten prüfen sowie Termine direkt in den digitalen Workflow übernehmen.
Werkstätten sollen dadurch rund um die Uhr erreichbar sein. Zudem werden Mitarbeitende in der Kundenannahme entlastet. Neue Kontakte inklusive Fahrzeug- und Kundendaten können während des Gesprächs automatisch angelegt werden. Für die Entwicklung wurde der AI Voice Agent bereits für die Automechanika Innovation Awards 2026 in der Kategorie "AI Solutions & Digitalization" nominiert.
Mehr Know-how für Hochvolt-Batterien
Parallel baut ZF sein Qualifizierungsangebot im Werkstattnetzwerk ZF [pro]Tech aus. Das neue Trainingsprogramm "Erweiterte Einblicke in die HV-Batterie" vermittelt vertiefte Kenntnisse rund um Aufbau, Funktion und Diagnose von Antriebsbatterien.
Das Angebot verbindet theoretische Inhalte mit praktischen Schulungseinheiten. Ziel ist es, Werkstätten auf die zunehmende Bedeutung elektrifizierter Antriebe vorzubereiten und die Sicherheit bei Arbeiten an Hochvoltsystemen zu erhöhen.
"Werkstätten stehen unter zunehmendem Veränderungsdruck durch steigende Fahrzeugkomplexität und höhere Kundenerwartungen an Geschwindigkeit und Transparenz im Service", so Colpron. "Wir unterstützen sie mit digitalen Werkzeugen, Trainingsangeboten, Diagnoselösungen und OE-basiertem Know-how."
Weltpremiere bei TRW-Bremsflüssigkeit
Neben Digitalisierung und Weiterbildung setzt ZF auch auf nachhaltigere Produkte. Erstmals präsentiert das Unternehmen die "TRW DOT 4 Brake Fluid ESP Recycled".
Nach Angaben des Herstellers handelt es sich dabei um die weltweit erste Bremsflüssigkeit mit Recyclinganteil. Das Produkt enthält demnach 60 Prozent Post-Consumer-Rezyklat, berechnet nach ISO 14021, und soll gleichzeitig die hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen im Bremsenbereich erfüllen.