Aftersales-IT: ATBAS setzt Zukunftskurs

02.04.2026 08:41 Uhr | Lesezeit: 3 min
Geschäftsführer Gerd Singer und Firmengründer Sylvio Röthig (re.) stellen die strategischen Weichen für die nächste Wachstumsphase von ATBAS.
Geschäftsführer Gerd Singer und Firmengründer Sylvio Röthig (re.) stellen die strategischen Weichen für das weitere Wachstum von ATBAS.
© Foto: Tom Wenig

ATBAS nutzt sein 25-jähriges Bestehen als Aufbruchssignal: Die Softwarefirma treibt den Wechsel zu Web- und Cloud-Lösungen voran und plant die Expansion in weitere europäische Märkte.

ATBAS richtet den Blick nach vorn. Sein 25-jähriges Bestehen nutzt das Dresdner Softwareunternehmen für eine Neupositionierung: weg vom klassischen Softwareanbieter, hin zum international agierenden Systemarchitekten der automobilen Aftersales-IT. Cloud-Transformation, webbasierte Anwendungen und europäische Expansion stehen dabei im Zentrum der nächsten Wachstumsphase.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung unter dem Motto "Seit 2001: Bereit für das Morgen" machte das Unternehmen deutlich, wohin die Reise gehen soll. In den kommenden Monaten will ATBAS den Wechsel von klassischen Client-Installationen hin zu konsequenten Web- und Cloud-Lösungen weiter beschleunigen. Ein Meilenstein ist bereits terminiert: Auf der internationalen Reifenmesse The Tire Cologne im Juni kündigt ATBAS den Markteintritt des ersten Kernprodukts der neuen Web-Generation offiziell an.

Parallel dazu verabschiedet sich das Unternehmen schrittweise von seiner Legacy-Lösung ATBAS Classic. Da ein Großteil der Kunden bereits auf ATBAS Net und ATBAS Depot migriert ist, sollen alle Entwicklungsressourcen künftig auf die cloudbasierte Produktwelt konzentriert werden. Ziel ist eine skalierbare IT-Architektur, die den steigenden Anforderungen großer Handelsgruppen, Mehrmarkenbetriebe und internationaler Strukturen gerecht wird.

"Internationalisierung klar im Fokus" 

"Die Internationalisierung steht für mich klar im Fokus“, sagte Firmengründer Sylvio Röthig laut einer Mitteilung. "Wir schaffen derzeit die richtigen Produkte und Organisationsstrukturen, um innerhalb Europas weiter zu wachsen." Erste Schritte sind gemacht: Bereits heute setzen Betriebe in Luxemburg und der Schweiz auf Lösungen aus Dresden, weitere Märkte sollen folgen.

Auch organisatorisch stellt sich ATBAS auf Wachstum ein. In den kommenden Wochen überschreitet das Unternehmen nach eigenen Angaben die Marke von 100 Mitarbeitenden. Damit einher geht eine weitere Professionalisierung der internen Strukturen – bei gleichzeitigem Festhalten an der Unternehmenskultur. Geschäftsführer Gerd Singer erläuterte: "Der Weg von der kleinen Software‑Schmiede zum soliden Mittelständler erfordert neue Strukturen. Wir haben in den letzten zwei Jahren massiv in unser Wachstum investiert, ohne dabei unser 'Wir-Gefühl' zu verlieren."

Neue Firmenzentrale in Planung 

Ein sichtbares Zeichen für die langfristige Perspektive ist zudem der geplante Neubau eines Firmengebäudes in Dresden, der Raum für weiteres Wachstum schaffen soll. Flankiert wird der strategische Kurs durch eine neue Partnerschaft im Motorsport mit Rennfahrer Jonas Greif. Röthig zieht dabei eine bewusste Parallele zwischen Rennstrecke und Autohaus-IT: "Die Boxenstopp‑Performance steht symbolisch für die Effizienz und Geschwindigkeit, die wir mit unseren neuen Lösungen in die Kfz-Betriebe bringen wollen."

Inhaltlich bleibt der Anspruch unverändert – nur der Maßstab wird größer. ATBAS will Aftersales-Prozesse nicht nur digitalisieren, sondern über offene Schnittstellen, modulare Systeme und cloudbasierte Architektur neu orchestrieren. In einer Branche, die von wachsender Komplexität und heterogenen Systemlandschaften geprägt ist, soll das Unternehmen künftig eine verbindende Rolle einnehmen. 


25 Jahre ATBAS

ATBAS wurde im Jahr 2001 in Dresden gegründet. Ausgangspunkt war eine praxisnahe Eigenentwicklung für den Teiledienst im Automobilhandel. Firmengründer Sylvio Röthig, zuvor selbst Teiledienstleiter, entwickelte die Software zunächst aus dem konkreten Bedarf im Autohaus heraus. Mit der Lösung ATBAS Classic etablierte sich das Unternehmen früh als Digitalisierungspionier – zunächst im Volkswagen‑Umfeld, später markenübergreifend. 

In den folgenden Jahren baute ATBAS Know-how, Kundenbasis und Produktportfolio aus. Aus dem Spezialisten für den Teilebereich entwickelte sich Schritt für Schritt ein Anbieter integrierter Aftersales-Lösungen. Heute betreut das Unternehmen mehr als 1.500 Partnerbetriebe, beschäftigt rund 100 Mitarbeitende und positioniert sich als Systemarchitekt für eine vernetzte, markenübergreifende Autohaus-IT mit internationaler Perspektive.



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