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TÜV SÜD und New Mobility: Mittendrinn statt nur dabei

AV-Tests: Mit dem ungarischen Prüfgeländebetreiber ZalaZONE hat TÜV SÜD jüngst eine umfangreiche Kooperation vereinbart.
© Foto: Dietmar Winkler

Nachhaltig, emissionsarm, sicher: An die New Mobility werden große Erwartungen geknüpft. Der Prüfkonzern TÜV SÜD sieht sich bei der Transformation als neutraler Vertrauenspartner für alle Beteiligten. Das wurde am Mittwoch bei einem Workshop in Ungarn deutlich.

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Die Mobilität entwickelt sich rasant. Innovative Technologien bieten die Chance, uns nachhaltig, emissionsarm und sicher zu bewegen. Ein Schlagwort ist "Vision Zero" – das Ziel von null Verkehrstoten und null klimaschädlichen Emissionen. Die Technologien dahinter: New Mobility Concepts, New Powertrain und allem voran Automated Vehicles (AV).

TÜV SÜD sieht sich als international operierende Prüforganisation als einer der zentralen Akteure, wenn es um die Themen Safety, Security und Testing bei autonomen Fahrzeugen geht. Und das nicht nur bei der Durchführung von Prüfungen für die Typzulassung, sondern bereits bei der Entstehung neuer Prüfmethoden. Gerade bei der Entwicklung virtueller Testverfahren sind die Experten in den unterschiedlichsten Kooperationen mit im Boot und sorgen dafür, dass die Autos der Zukunft schnell und sicher auf die Straße kommen.

Im Rahmen eines Workshops im ungarischen Zalaegerszeg gab Patrick Fruth, CEO Division Mobility bei TÜV SÜD, am Mittwoch nicht nur detaillierte Einblicke in die Prüfarbeit, sondern warf auch ein Schlaglicht auf den aktuellen Stand der Entwicklung. Die Fragestellungen waren unter anderem: Welche Anforderungen werden AV hinsichtlich der Typzulassungen gestellt? Wie sieht die internationale Entwicklung bei Regulierungen, Richtlinien und Standards aus? Wie werden autonome Fahrzeuge getestet?

Kooperation mit ZalaZONE – Prüfportfolio aus einer Hand

Wie der Münchener Prüfkonzern das Zukunftsthema vorantreibt, zeigte sich etwa an der neuen umfangreichen Kooperation mit dem Prüfgeländebetreiber ZalaZONE zur Entwicklung und Erprobung neuer Prüfmethoden – allen voran virtueller. Denn das Prüfzentrum bietet etwa die Möglichkeit, Ergebnisse aus physischen Tests nahtlos zu digitalisieren, um sie so für die Erforschung, Etablierung und Validierung virtueller Methoden einzusetzen. "Mit ZalaZONE haben wir nun den Betreiber einer der größten und modernsten Testgelände mit an Bord. Damit können wir unseren Kunden das gesamte Prüfportfolio für die Typzulassungen in allen relevanten Märkten anbieten – und das aus einer Hand", erklärte Fruth.

Hinkte der Fortschritt der Regulierungen lange hinter dem der Technologie her, gibt es nun auch auf Gesetzesseite ordentlich Schwung. Für Deutschland ist beispielsweise ganz aktuell die AFGBV (Autonome Fahrzeuge-Genehmigungs- und Betriebsverordnung) verabschiedet worden (wir berichteten). Damit setzt der Gesetzgeber die europäische EU L4-Richtlinie in nationales Recht um. Deutschland kann damit als erstes Land überhaupt AV nach L4-Maßgaben homologieren.

Laut Fruth unterstützt TÜV SÜD nicht nur in Deutschland, sondern weltweit alle wichtigen Gremien und Forschungseinrichtungen in diesem Bereich. Man beschleunige quasi als neutraler Übersetzer zwischen Herstellern und Regulierungsbehörden die Verabschiedung international gültiger Regelwerke. Fruth: "Unsere Neutralität, Expertise und der hohe Bekanntheitsgrad rund um den Globus macht TÜV SÜD zum Vertrauenspartner auf allen Seiten und sorgt somit für mehr Tempo bei den Regularien für das autonome Fahren."

Eine der großen Erwartungen an die neue Mobilität ist die Nachhaltigkeit. Die Digitalisierung und Automatisierung des Verkehrs versprechen große Sprünge in Sachen Sicherheit, Effizienz und damit Nachhaltigkeit. Bereits seit 2007 verfolgt die EU das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten mit unterschiedlichen Maßnahmen weiter drastisch zu senken. Und tatsächlich wurde mit dem Projekt "Vision Zero" schon viel erreicht: Beinahe von Jahr zu Jahr verlieren weniger Menschen ihr Leben auf Europas Straßen.

Autonomes Fahren: Energie maximal effizient einsetzen

"Autonomes Fahren wird einen weiteren großen Sprung in Richtung der Null bringen, wenn die Technologie sicher, Konnektivität gegeben und damit die Schnittstelle Mensch/Maschine ideal funktioniert", unterstrich Fruth. Und auch für die Umwelt bringe autonomes Fahren ein riesiges Plus. Wie es am günstigsten von A nach B geht, werde in nicht allzu ferner Zukunft ein Algorithmus bestimmen. "Das Stichwort dazu lautet intermodale Mobilität. Autonomes Fahren stellt sicher, dass Energie maximal effizient eingesetzt wird. Eine durch und durch nachhaltige Technologie also, die uns auch hier weiter an die Null bringt – keine umweltschädlichen Emissionen nämlich."

Ein weiterer Punkt: TÜV SÜD verfügt als einziger Prüfdienstleister über ein globales Netzwerk von Prüflaboren für große Antriebsbatterien. Zudem gehört der Konzern europaweit zu den führenden Zertifizierern von Ladestationen und macht sich seit Jahren für global einheitlich hohe Sicherheitsstandards in der Elektromobilität stark. Man arbeite an verschiedenen Verfahren, um die CO2-Bilanz batteriebetriebener Fahrzeuge zu verbessern, etwa um Zustand und Wert einer Batterie zu bestimmen, so Fruth weiter. "Die Division Mobility verfolgt hier konsequent ihre Nachhaltigkeitsstrategie. Unser Einsatz für autonomes Fahren leistet dazu einen wichtigen Beitrag."

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