Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) verzeichnet einen neuen Rückruf für Ford-Transporter. Die Handwerks- und Kurier-Lieblinge Transit Custom und Tourneo Custom haben möglicherweise einen Defekt an der Kraftstoffleitung, der im schlimmsten Fall einen Fahrzeugbrand verursachen kann.
Nach Angaben des KBA können in der Kraftstoffzufuhrleitung Risse auftreten. Diese können zu einem Austritt von Kraftstoff oberhalb der Abgasnachbehandlungssysteme führen. Gelangt Kraftstoff auf heiße Bauteile, besteht die Gefahr, dass er sich entzündet und einen Fahrzeugbrand auslöst.
Bekannte Fälle
Aktuell sind drei Schadenereignisse bekannt. Laut KBA kam es dabei zu Sachschäden, jedoch ohne Unfälle oder Personenschäden.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: Ford
- Modell: Transit Custom, Tourneo Custom
- Produktionszeitraum: 16.05.2023 – 12.09.2025
- Rückrufgrund: Risse in der Kraftstoffzufuhrleitung
- Risiko: Kraftstoffleck kann sich an heißen Bauteilen entzünden (Brandgefahr)
- Maßnahme: Noch unbekannt
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 83.086
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 18.514
- KBA-Referenznummer: 16542R
- Hersteller-Rückrufcode: 26S31
- Status: Rückruf in Untersuchung / behördlich überwacht
Maßnahme
Eine konkrete technische Maßnahme seitens des Herstellers wurde bislang noch nicht veröffentlicht. Auch mögliche Eingrenzungen der betroffenen Fahrzeuge (z. B. nach Ausstattung oder Motorisierung) liegen derzeit nicht vor.
Erfahrungsgemäß ist in solchen Fällen mit einer Überprüfung und gegebenenfalls dem Austausch der betroffenen Kraftstoffleitungen zu rechnen – eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus. Da die Maßnahme noch nicht definiert ist, gibt es aktuell keine verlässlichen Angaben zur Dauer eines Werkstattaufenthalts.
Betroffene Fahrzeughalter sollten auf ein mögliches Anschreiben von Ford achten oder sich aktiv an eine Vertragswerkstatt wenden. Für Rückfragen steht der Hersteller unter Angabe des Rückrufcodes 26S31 zur Verfügung. Eine offizielle Mitteilung des Herstellers ist bislang nicht veröffentlicht; die Informationen basieren auf den Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA).