BMW ruft weltweit Fahrzeuge aus mehreren Modellreihen zurück. Laut KBA geht es um 574.209 Fahrzeuge. In Deutschland sind 28.575 Fahrzeuge betroffen. Laut BMW wurde bei Produktkontrollen festgestellt, dass nach einer hohen Zahl von Motorstarts erhöhter Verschleiß im Magnetschalter auftreten könne. Dadurch könne das Auto schlechter, unter Umständen auch gar nicht mehr gestartet werden. Zudem sei ein Kurzschluss nicht auszuschließen, durch den es zu einer lokalen Überhitzung am Starter kommen könne.
"Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs. In diesem Fall kann während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch gesehen oder gerochen werden." BMW empfehle daher, das Fahrzeug nicht mit laufendem Motor unbeaufsichtigt zu lassen.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: BMW
- Modelle (Auswahl): 2er Coupé, 3er Limousine, 3er Touring, 4er, 4er Coupé, 4er Cabrio, 5er Limousine, 5er Touring, 6er, 7er, i3, X3, X4, X5, X6, X7, Z4
- Produktionszeitraum: 28.05.2020 – 04.10.2024
- Rückrufgrund: Abriebbedingte Ablagerungen im RWT‑Starterrelais mit erhöhtem Kontaktwiderstand
- Risiko: Kurzschluss mit erhöhter Brandgefahr möglich
- Maßnahme: Austausch des Motorstarters
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 574.209
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 28.575
- KBA-Referenznummer: 16131R
- Hersteller-Rückrufcode: 0012650600, 0012660600, 0012670600, 0012680600
Abhilfemaßnahme: Austausch des Starters
Als technische Abhilfemaßnahme lässt BMW den kompletten Motorstarter ersetzen. Dadurch wird das fehleranfällige Relais aus dem System entfernt und die Brandgefahr soll dauerhaft ausgeschlossen werden. Die Arbeiten werden für Halterinnen und Halter kostenfrei durchgeführt. Vertragsbetriebe sollten im Vorfeld anhand der FIN prüfen, ob das Fahrzeug von einem der vier Hersteller-Rückrufcodes 0012650600, 0012660600, 0012670600 oder 0012680600 erfasst ist.
Konkrete Angaben zur Reparaturdauer macht das KBA in der veröffentlichten Meldung nicht. Üblicherweise ist beim Austausch eines Starters mit einem überschaubaren Werkstattaufenthalt zu rechnen, der im Rahmen eines regulären Servicetermins mit erledigt werden kann.
Die häufigsten Rückrufe der Automarken 2025
Nicht der erste Starter-Rückruf wegen Brandgefahr
Schon im vergangenen Herbst hatte BMW hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es durch ein Starterproblem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte. Damals war nicht Verschleiß die Ursache, sondern Wasser, das in den Starter eindringen und zu Korrosion führen konnte. Auch hier waren Kurzschluss und im ungünstigsten Fall ein Brand möglich. Anders als jetzt war dies damals allerdings auch im ausgeschalteten Zustand möglich.