Die Würth-Gruppe hat in den ersten sechs Monaten 2026 einen Umsatz von 10,9 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent, währungsbereinigt lag das Wachstum bei 5,2 Prozent. Das Betriebsergebnis stieg auf 515 Millionen Euro und damit um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 475 Millionen Euro.
Vertrieb bleibt zentraler Faktor
"Es ist erfreulich, dass wir die Wachstumsdynamik aus den ersten vier Monaten 2026 halten können. Das zeigt, dass unser Vertriebsansatz greift: persönliche Beratung durch unseren Außendienst zu komplexen Anforderungen, verbunden mit digitalen Lösungen, die die Materialbeschaffung für unsere Kunden noch einfacher machen.", erläutert Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, das positive Ergebnis. "So schaffen wir für unsere Kunden Effizienz und erkennbaren Mehrwert, von der Lieferung des einfachen Produkts bis zur Unterstützung im betrieblichen Ablauf. Trotz gestörter Lieferketten können sich unsere 4,5 Millionen Kunden weltweit auf uns verlassen. Würth ist lieferfähig."
Rund 44.000 der aktuell 86.700 Mitarbeitenden weltweit sind im Vertrieb tätig. Die Mitarbeiterzahl blieb damit seit Jahresende 2025 stabil. Das E-Business trägt inzwischen 25,3 Prozent zum Gesamtumsatz der Würth-Gruppe bei.
Gedämpfte Konjunktur in Deutschland
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt nach Unternehmensangaben herausfordernd. Als belastende Faktoren nennt Würth gestiegene Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und eine verhaltene Industriekonjunktur, insbesondere in Deutschland. Weltweit deutet der Einkaufsmanagerindex mit 52,2 Punkten dagegen auf moderates Wachstum hin.
Von der internationalen Aufstellung profitiert Würth vor allem in Regionen außerhalb Deutschlands. Wachstumsimpulse kamen insbesondere aus Osteuropa und Südamerika. Dynamisch entwickelten sich laut Unternehmen zudem die Bereiche Elektronik eiSos und Chemie. Im Bereich Verbindungs- und Befestigungstechnik, zu dem die Arnold Umformtechnik Gruppe gehört, zeichnet sich eine Erholung ab.
Die Auftragseingänge der vergangenen Monate lassen das Unternehmen für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich bleiben.