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ZF Aftermarket: Software wird entscheidend

Philippe Colpron, Leiter ZF Aftermarket: Die Rolle des Mechanikers wird sich vom Schrauber zum Software-Experten ändern.
© Foto: ZF Aftermarket

Auf dem diesjährigen Aftermarket Chat erklärte Philippe Colpron, Leiter von ZF Aftermarket, warum Werkstätten auch Gewinner der elektrischen Transformation sein können und was die wichtigsten Zukunfts-Trends für den Zulieferer sind.


Datum:
08.07.2022
Autor:
Alexander Junk
Lesezeit: 
4 min
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Software wird in den Fahrzeugen zum entscheidenden Faktor werden. Das war eine der Kernaussagen von Philippe Colpron, Leiter des Aftermarket-Geschäfts von ZF, auf dem gestrigen Aftermarket Chat des Unternehmens. Die Service-Erfahrung der Zukunft wird durch vernetzte Softwarefunktionen geprägt sein: So werden die Fahrzeuge bereits im Vorfeld auf bestehende Service- und Wartungsarbeiten hinweisen oder durch Updates auf den neuesten Stand gebracht. Dabei sei auch die Sicherheit der Systeme ein wichtiger Faktor.

Neue Arbeiten an E-Autos

Werkstätten müssten sich laut Colpron an den Wandel anpassen. Die Rolle des Mechanikers werde sich ändern weg vom Schrauber hin zum Software-Experten. Er müsse nicht nur mit neuen Technologien wie der Elektromobilität Schritt halten, sondern auch die "Online- und Offline-Welt" miteinander verbinden. Damit Werkstatt-Mitarbeiter ihre Arbeit erledigen können, werden nicht nur Diagnose-Informationen benötigt. Wichtig ist dabei auch, wie diese Informationen mit der Cloud vernetzt sind.

Angst um die Zukunft der Werkstätten hat Colpron nicht: Mechaniker der Zukunft werden auch an Elektroautos immer noch genügend Arbeiten zu erledigen haben. Voraussetzung hierfür sei es, sich mit den besonderen Anforderungen und notwendigen Sicherheitsvorkehrungen an Elektrofahrzeugen auseinanderzusetzen und eine Schulung im Umgang mit Hochvoltsystemen in Anspruch zu nehmen. Während Reparaturen und Servicearbeiten am Motor zurückgehen werden, bleiben Reparaturen an Fahrwerk, Antriebsstrang und Bremsen bestehen. Es kommen zudem neue Arbeiten rund um die Antriebsbatterie hinzu. Mit zunehmender Komplexität werde es auch mehr Diagnosearbeiten geben. Diese Arbeiten würden wiederum andere Qualifikationen der Mitarbeiter erfordern. Dennoch räumt Colpron ein, dass es bei jedem Wandel Gewinner und Verlierer gibt.

Steigende Kundenerwartungen

Mit der Komplexität der Fahrzeuge steigt proportional auch die Kundenerwartung an die Services der Werkstätten. Für den Betrieb einer Werkstatt ist deshalb die Digitalisierung wiederkehrender Prozesse entscheidend. Dabei geht es darum, sie schneller, effektiver und sicherer zu gestalten. Die gesparte Zeit kann dann in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle investiert werden, die den Erfolg auch in Zukunft sicherstellen. Fahrzeughalter sollten zudem selbst entscheiden können, wer Zugriff auf ihre Daten und die Daten ihres Fahrzeugs erhält, wodurch wiederum neue Dienstleistungen möglich werden. Wichtig sei es, einen Wert für den Endkunden zu schaffen.

ZF selbst möchte in Zukunft durch drei Säulen bestehen: Die halbe Miete sei laut Colpron die Orientierung an den Bedürfnissen des Kunden. Auch Partnerschaften seien wichtig, denn es sei nicht das Ziel, alles selbst machen zu können, sondern in Kooperation mit Partnern neue Geschäftsfelder zu erschließen. Auch die Bedeutung des Independent Aftermarkets müsse gestärkt werden, um dem Endkunden auch künftig eine faire Wahlmöglichkeit bei Reparatur- und Servicearbeiten zu geben.

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