Wegen Insolvenzverfahren: Karmann muss Produktion stoppen

27.04.2009 16:49 Uhr
Die Lieferanten von Karmann sind verunsichert.
© Foto: ddp / Volker Hartmann

Einige Zulieferer beliefern das Osnabrücker Unternehmen wegen des Insolvenzverfahrens nicht mehr. Deshalb musste die Fertigung des Mercedes CLK-Cabrios am Montag eingestellt werden.

Wegen des Insolvenzverfahrens stockt die Autoproduktion beim Osnabrücker Cabriohersteller Karmann. Am Montag habe die Fertigung des Mercedes CLK-Cabrios eingestellt werden müssen, bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Diverse Teile hätten für eine Fortsetzung der Autoherstellung gefehlt. Pietro Nuvoloni, Sprecher des Insolvenzverwalters Ottmar Hermann, bestätigte, dass einige Zulieferer wegen des Insolvenzverfahrens Karmann nicht mehr belieferten. "Es besteht dort eine Verunsicherung", sagte er. Nicht betroffen vom Produktionsstopp seien die Rohbaufertigung für den Mercedes SLK und die Herstellung von Dachsystemen für BMW und Renault. Auch die Produktion von weiteren Komponenten für BMW laufe problemlos. "Der Insolvenzverwalter führt derzeit intensive Gespräche", sagte Nuvoloni. Es sei nicht ungewöhnlich, dass die Produktion während eines Insolvenzverfahrens zeitweilig stoppe. Die Produktion des CLK sei am Montagmittag gegen 12 Uhr eingestellt worden, sagte der Unternehmenssprecher. Im Bereich Karosseriebau und der Lackierung stehen die Bänder voraussichtlich am Mittwoch dieser Woche still. Karmann hatte vor Ostern Insolvenz angemeldet. Die Herstellung des CLK soll im Frühsommer beendet werden. Damit endet die Ära der Autoproduktion bei Karmann. (dpa)

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