Schaeffler und das Softwareunternehmen Sonatus haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Ziel ist es, Künstliche Intelligenz direkt in Steuergeräte zu integrieren. Damit wollen beide Partner den Wandel hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen und zentralisierten E/E-Architekturen vorantreiben, wie Sonatus mitteilt.
KI wandert direkt ins Fahrzeug
Die gemeinsame Lösung kombiniert laut Sonatus Steuergeräte von Schaeffler mit der eigenen KI-basierten Software. Dadurch sollen Fahrzeuge Daten in Echtzeit erfassen, analysieren und Funktionen kontinuierlich anpassen können. Die Intelligenz werde damit unmittelbar ins Fahrzeug verlagert.
Durch die Integration der Software in die Hardware sollen sich Entwicklungszeiten verkürzen und der Validierungsaufwand sinken. Gleichzeitig können Funktionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg aktualisiert und verbessert werden, ohne Änderungen an der Hardware vorzunehmen.
Basis für neue Fahrzeugarchitekturen
Kern der Lösung ist die Einbindung der Technologien "Sonatus Collector AI" und "Sonatus AI Director" in die Steuergeräte von Schaeffler. Sie ermöglichen gezielte Datenerhebung sowie das Management und die Ausführung von KI-Modellen direkt im Fahrzeug.
Schaeffler bringt domänenübergreifende Steuergeräte und Systemintegration in die Bereiche Antrieb, Energie, Fahrwerk und Karosserie ein. Diese bilden die Grundlage für zentrale und zonale Fahrzeugarchitekturen, die als Basis moderner Fahrzeugkonzepte gelten.
KI-Funktionen bereits im Serieneinsatz
Sonatus verfügt über Erfahrung mit serienfähigen KI-Lösungen, die nach Unternehmensangaben bereits in mehr als acht Millionen Fahrzeugen weltweit genutzt werden. Die Partnerschaft erweitert nun den Einsatz dieser Technologien zusätzlich.
Automobilhersteller sollen zentrale Fahrzeugfunktionen wie Lenken, Bremsen und Energiemanagement direkt auf Steuergeräten ausführen und weiterentwickeln können. Zudem erleichtert die kontinuierliche Datenauswertung Fehleranalysen und gibt Einblicke in die Fahrzeugperformance.