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Schaeffler: Beschleunigte Transformation

Schaeffler sieht in den Feldern E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung zentrale Zukunftsfelder.
© Foto: Schaeffler

Der Zulieferer hat am Donnerstag vor Analysten und Investoren seine strategische Ausrichtung und die langfristigen Wachstumsaussichten dargestellt. So soll u. a. ein eigener Unternehmensbereich E-Mobilität entstehen als auch ein Kompetenzzentrum zum Thema in China geschaffen werden.

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Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG, erläuterte am heutigen in Bühl stattfindenden Kapitalmarkttag vor Analysten und Investoren die wesentlichen Eckpunkte der Strategie des Unternehmens "Mobilität von morgen". Die drei zentralen Zukunftschancen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung sollen sich zu wichtigen Wachstumstreibern entwickeln, heißt es in einer Unternehmensmeldung.

Zum 1. Januar 2018 sollen in einem eigenständigen Unternehmensbereich sämtliche Produkte und Systemlösungen für hybride und rein batteriebetriebene Fahrzeuge gebündelt werden. Zudem ist geplant, neben den deutschen Einheiten ein zweites Kompetenzzentrum E-Mobilität im China aufzubauen. Ebenfalls zum 1. Januar 2018 will der Zulieferer alle Aktivitäten aus dem Mechatronikgeschäft und dem durch die Digitalisierung ermöglichten Servicegeschäft in einer eigenständigen Organisationseinheit "Industrie 4.0" bündeln, um so zusätzliches Wachstumspotenzial zu erschließen.

"Wir erleben aktuell ein sehr dynamisches Markt- und Wettbewerbsumfeld, das sowohl im Automotive- als auch im Industrie-Geschäft mit tiefgreifenden Veränderungen verbunden ist. Wenn wir diesen Wandel aktiv mitgestalten wollen, müssen wir unsere eigene Transformation beschleunigen. Dabei sehen wir im Rahmen unserer Strategie 'Mobilität für morgen' Elektromobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung als zentrale Zukunftschancen", erklärt Rosenfeld.

Ausbau der E-Mobilität

Matthias Zink stellte zusammen mit Peter Pleus, CEO der Sparte Automotive, aktuelle Überlegungen zum Ausbau der E-Mobilität vor. "Aktuell wurde die Schaeffler Gruppe mit insgesamt acht Serienaufträgen für E-Achsen und Hybridmodulen von verschiedenen Automobilherstellern weltweit beauftragt. Das Umsatzpotenzial aus diesen Aufträgen beläuft sich auf über eine Milliarde Euro. Der Umsatzanteil mit Produkten und Systemen für Hybrid- und rein batteriebetriebenen Fahrzeugen soll im Jahr 2020 bereits mindestens 15 Prozent des Gesamtumsatzes des Automotive-OEM- Geschäftes betragen", erklärte Zink.

Auch im Automotive Aftermarket schaut Schaeffler optimistisch in die Zukunft. "Der jährlich wachsende Fahrzeugbestand sowie die zunehmende Komplexität der Fahrzeuge sichern uns enorme Wachstumschancen im Ersatzteilgeschäft. Bis 2025 streben wir ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens vier Prozent an", erläuterte Michael Söding, Leiter Automotive Aftermarket.

Yilin Zhang, Regionaler CEO Greater China, erläuterte die strategische Ausrichtung und die Wachstumschancen der Schaeffler Gruppe in China. Hier seien die Wachstumschancen, insbesondere im Bereich der Elektromobilität, sehr vielversprechend. "In den kommenden fünf Jahren planen wir, den Umsatz in der Region zu verdoppeln und unseren Anteil am Gesamtumsatz der Gruppe von aktuell rund 15 Prozent kontinuierlich zu erhöhen", so Zhang.

Schaeffler bestätigte abschließend seine finanziellen Ambitionen 2020. Demnach erwarte das Unternehmen, bis zum Jahr 2020 ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent pro Jahr zu erzielen sowie eine Ebit-Marge vor Sondereinflüssen von zwölf bis 13 Prozent im Jahr 2020 und einen Free Cash Flow von rund 900 Millionen Euro im Jahr 2020 zu erwirtschaften. Der Gewinn pro Aktie soll auf dieser Basis im Jahr 2020 rund 2,00 Euro betragen. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Bilanzqualität bis 2020 weiter zu verbessern und eine Dividende in Höhe von 30-40 Prozent des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. (tm)

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