Politik: Italien torpediert CO2-Kompromiss

23.06.2008 16:15 Uhr
Den zwischen Deutschland und Frankreich ausgehandelten O2-Kompromiss hält Italien für "inakzeptabel".

Nach Ansicht der italienischen Umweltministerin ist der deutsch-französische Vorschlag zu den künftigen CO2-Grenzwerten für Neuwagen "inakzeptabel", da er Autos mit großem Hubraum und hohem Verbrauch begünstigt.

Italien lehnt den Kompromiss zwischen Deutschland und Frankreich über die künftigen CO2-Grenzwerte für Neuwagen ab. "Der Vorschlag ist für uns inakzeptabel, denn er prämiert Autos mit großem Hubraum und hohem Verbrauch", sagte die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo der "Süddeutschen Zeitung" (SZ; Montag). Deutschland und Frankreich, die beiden Staaten mit den größten Autoindustrien Europas, hatten sich kürzlich nach monatelangem Streit auf einen Kompromiss geeinigt (wir berichteten). Laut Zeitung fürchtet die italienische Politikerin Nachteile für heimische Hersteller. Der deutsch-französische Kompromissvorschlag schütze die Umwelt nicht und bestrafe jene europäischen Industrien, darunter auch die italienische, die effiziente Autos mit geringem CO2-Ausstoß herstellen, kritisierte Prestigiacomo. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen Neuwagen im Flottendurchschnitt ab 2012 nur noch 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen dürfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatten diesen Anfang Juni grundsätzlich bestätigt, aber auch eine Reihe von Hersteller-Erleichterungen wie längere Übergangsfristen und geringere Strafen vereinbart. Der deutsch-französische Vorschlag solle zunächst allen EU-Umweltministern vorgestellt werden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf deutsche Regierungskreise. Der nächste Umweltgipfel finde Anfang Juli in Paris statt. (rp/dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

Vlad Tepes

23.06.2008 - 20:58 Uhr

Italien torpediert keinen Kompromiß. Italien gehört zur EU und gehört genauso zu denen, mit denen ein Kompromiß schon längst hätte geschlossen werden müssen. Den faulen Kompromiß der durch die Lobbyisten-Vertreter aus Frankreich und Deutschland als kleinste gemeinsame Lösung gefunden wurde, nachdem gerade die Deutsche Regierung die urprüngliche Regelung zu Fall brachte. - Dabei ist gerade heute mit Benzin- und Dieselpreisen um die 1,5o €/Liter ganz deutlich, das die Zeit der überfaulen durch Industrielobbyistenbeteiligung entstandenen Kompromisse endgültig vorbei sein muß. Klar sind dann massive Anstrengungen vonnöten, - aber wann wird endlich Politik für Bürger und deren Zukunft und nicht für Konzerne und Aktionäre gemacht ? - Die europäische Verfassung wurde in den Ländern, in denen abgestimmt wurde, abgelehnt, weil die Bürger faule Kompromisse ablehnen, - es folgte der nächste faule Kompromiß mit dem Grundlagenvertrag - um den ausdrücklichen und demokratisch geäußerten Bürgerwillen zu umgehen ! - Dieses Mal durfte nur ein Land abstimmen - die demokratischen Iren, mit dem Erfolg das wieder ein fauler Kompromiß durch die Bürger Europas abgelehnt wurde. Deshalb: Beide Vorschläge zum Verbrauch und C0-2 Ausstoß sollten den Bürgern zur Abstimmung vorgelegt werden, damit dieser Souverän entscheidet ! - In jedem Fall müssen die Bürger die Folgen tragen. - Nicht die Politiker, auf die schon eine fette Pension und ein weiteres Aufsichtsratmandat für ihr Wohlwollen wartet. - Nicht die Manager, die sich nach Träumen von Weltkonzernen verspekulieren und dann nach Arbeitsplatzabbau ein paar hundert Millionen als Entschädigung erhalten, nicht die Bratungskonzerne, deren einzigstes Konzept der Arbeitsplatzabbau ist - es ist immer der Bürger der zahlt - sei es als Arbeitnehmer oder als Steuerzahler an der Tankstelle oder mit verdreckter Luft. Ich bin mir sicher dieser Souverän sucht nicht schon wieder faule Kompromisse !


Vlad Tepes

23.06.2008 - 20:58 Uhr

Italien torpediert keinen Kompromiß. Italien gehört zur EU und gehört genauso zu denen, mit denen ein Kompromiß schon längst hätte geschlossen werden müssen. Den faulen Kompromiß der durch die Lobbyisten-Vertreter aus Frankreich und Deutschland als kleinste gemeinsame Lösung gefunden wurde, nachdem gerade die Deutsche Regierung die urprüngliche Regelung zu Fall brachte. - Dabei ist gerade heute mit Benzin- und Dieselpreisen um die 1,5o €/Liter ganz deutlich, das die Zeit der überfaulen durch Industrielobbyistenbeteiligung entstandenen Kompromisse endgültig vorbei sein muß. Klar sind dann massive Anstrengungen vonnöten, - aber wann wird endlich Politik für Bürger und deren Zukunft und nicht für Konzerne und Aktionäre gemacht ? - Die europäische Verfassung wurde in den Ländern, in denen abgestimmt wurde, abgelehnt, weil die Bürger faule Kompromisse ablehnen, - es folgte der nächste faule Kompromiß mit dem Grundlagenvertrag - um den ausdrücklichen und demokratisch geäußerten Bürgerwillen zu umgehen ! - Dieses Mal durfte nur ein Land abstimmen - die demokratischen Iren, mit dem Erfolg das wieder ein fauler Kompromiß durch die Bürger Europas abgelehnt wurde. Deshalb: Beide Vorschläge zum Verbrauch und C0-2 Ausstoß sollten den Bürgern zur Abstimmung vorgelegt werden, damit dieser Souverän entscheidet ! - In jedem Fall müssen die Bürger die Folgen tragen. - Nicht die Politiker, auf die schon eine fette Pension und ein weiteres Aufsichtsratmandat für ihr Wohlwollen wartet. - Nicht die Manager, die sich nach Träumen von Weltkonzernen verspekulieren und dann nach Arbeitsplatzabbau ein paar hundert Millionen als Entschädigung erhalten, nicht die Bratungskonzerne, deren einzigstes Konzept der Arbeitsplatzabbau ist - es ist immer der Bürger der zahlt - sei es als Arbeitnehmer oder als Steuerzahler an der Tankstelle oder mit verdreckter Luft. Ich bin mir sicher dieser Souverän sucht nicht schon wieder faule Kompromisse !


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


asp AUTO SERVICE PRAXIS Online ist der Internetdienst für den Werkstattprofi. Neben tagesaktuellen Nachrichten mit besonderem Fokus auf die Bereiche Werkstatttechnik und Aftersales enthält die Seite eine Datenbank zum Thema RÜCKRUFE. Im neuen Bereich AUTOMOBILE bekommt der Werkstatt-Profi einen Überblick über die wichtigsten Automarken und Automodelle mit allen Nachrichten, Bildergalerien, Videos sowie Rückruf- und Serviceaktionen. Unter #HASHTAG sind alle wichtigen Artikel, Bilder und Videos zu einem Themenspecial zusammengefasst. Außerdem gibt es im asp-Onlineportal alle Heftartikel gratis abrufbar inklusive E-PAPER. Ergänzt wird das Online-Angebot um Techniktipps, Rechtsthemen und Betriebspraxis für die Werkstattentscheider. Ein kostenloser NEWSLETTER fasst werktäglich die aktuellen Branchen-Geschehnisse zusammen. Das richtige Fachpersonal finden Entscheider auf autojob.de, dem Jobportal von AUTOHAUS, asp AUTO SERVICE PRAXIS und Autoflotte.