Mitgliederversammlung: ZDK: Servicegeschäft bleibt stabiles Fundament

06.06.2007 10:53 Uhr
Der ZDK erwartet im Servicegeschäft ein moderates Wachstum von bis zu zwei Prozent.
© Foto: ZDK/ASP-Collage

Seit April hohes Auslastungsniveau erreicht / Moderates Wachstum erwartet / Umfrage: Meister ist für Kunden wichtig

Neben den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen bleibt der Service in diesem Jahr das stabile betriebswirtschaftliche Fundament im Kfz-Gewerbe. Nachdem die Serviceleistungen in den ersten Monaten vergleichsweise schwach in Anspruch genommen wurden, habe es jetzt eine erfreuliche Erholung gegeben, teilte der ZDK anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Hamburg mit. Seit April bewege man sich auf einem hohen Auslastungsniveau um die 85 Prozent. Dies habe zur Folge, dass der Mangel an Fachkräften vermehrt gemeldet werde. Vierzehn Fabrikatsverbände hätten bestätigt, dass im Service geeignete Mitarbeiter fehlten. Verbandspräsident Robert Rademacher erwartet "ein moderates Wachstum im Umsatz bis zu zwei Prozent". Der Serviceumsatz habe im Vorjahr 27,1 Mrd. Euro betragen. Die Nachrüstung mit Rußpartikelfiltern für Diesel-Pkw und Lkw sowie mit Kaltlaufreglern für Otto-Motoren könne bis zu 350 Mio. Euro generieren. Lieferprobleme bei den Nachrüstkits würden eine bessere Umsatzbilanz verhindern. Mit 250.000 Filter-Nachrüstungen bei Pkw in diesem Jahr bleibe man zwar unter den selbst gesteckten Zielen, könne das Gesamtergebnis von bis zu zwei Mio. Nachrüstungen bis zum Ende des Förderzeitraums Ende 2009 dennoch erreichen. In einer vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage habe Forsa ermittelt, dass neun von zehn Kunden ihre Werkstatt schnell erreichen wollten. 84 Prozent hielten den Meister für "sehr wichtig" und "eher wichtig". 51 Prozent der Befragten gaben an, dass es für sie "völlig unwichtig" oder "eher unwichtig" ist, dass ihre Kfz-Werkstatt eine Vertragswerkstatt ist. Die Mitgliedschaft des Betriebes in der Kfz-Innung sei für nahezu jeden zweiten Kunden wichtig. Bei der Erhebung zur Dienstleistungsqualität seien Autohäuser und Werkstätten unter 28 Dienstleistungsbranchen erstmals auf Platz zwei gekommen. Darüber hinaus ergab die Studie, dass 51 Prozent der Kaufinteressenten Sorglos-Pakete als "sehr interessant" oder "interessant" erachten. Rademacher begrüßte, dass von immer mehr Herstellern und Händlern solche kundenorientierte Service- und Mobilitätspakete angeboten würden. (ab)

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