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Löhrgruppe: VW startet neue Servicemarke

Die Automobilhandelsgruppe Löhr & Becker hat am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler den ersten "Volkswagen Economy Service"-Betrieb in Deutschland eröffnet.
© Foto: Ralph M. Meunzel

Mit dem "Volkswagen Economy Service" wollen die Wolfsburger an die Kunden mit Fahrzeugen älter als vier Jahre heran. Den ersten Betrieb hat die Löhrgruppe in Bad Neuenahr-Ahrweiler eröffnet.

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Die Sicherung der Serviceauslastung ist aufgrund rückläufiger Aufträge essentiell. Gerade der Fahrer älterer Fahrzeuge muss für die Markenbetriebe künftig verstärkt im Fokus stehen. Das neue VW-Konzept kommt deshalb zur richtigen Zeit: Die Automobilhandelsgruppe Löhr & Becker hat am Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler den ersten "Volkswagen Economy Service"-Betrieb in Deutschland eröffnet. In den von Habau ausgeführten Standort flossen 1,6 Millionen Euro. Der Neubau verfügt über zehn Werkstattarbeitsplätze, eine Dialogannahme, eine eigene Waschanlage und eine Prüfhalle. Insgesamt werden in dem Betrieb 14 Mitarbeiter beschäftigt sein.

VW will den "Economy Service" noch in diesem Jahr bei bis zu 400 bestehenden Servicepartnern einführen. Mittelfristig ist eine bundesweite Flächendeckung geplant, bis Ende 2018 soll die Marke von 800 Betrieben erreicht sein.

Mit der neuen Servicemarke will der Autobauer besonders Kunden ansprechen, deren Fahrzeugen älter als vier Jahre sind. VW sieht das Konzept als "wichtigen strategischen Baustein, um das Aftersales-Geschäft zielgerichtet weiter zu entwickeln". Es werde für die "Kunden und für die Partnerbetriebe ein Erfolgsfaktor", sagte Thomas Zahn, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland Marke VW Pkw.

"Wir haben uns den Markt sehr genau angesehen und in enger Abstimmung mit dem Partnerverband ein schlüssiges neues Konzept erarbeitet. Es verbindet die Attraktivität für unsere gemeinsamen Kunden mit der notwendigen Wirtschaftlichkeit für die Betriebe", betonte Anke Köckler, Ressortleiterin Service Organisation im Volkswagen Service Deutschland. Der Servicemarkt für ältere Fahrzeuge biete für die Händler und Werkstätten großes Wachstumspotenzial.

Stärkung der Betriebe

Unter dem Dach der neuen Marke bündelt VW künftig alle Aktivitäten, die der Stärkung der Betriebe in diesem wichtigen Marktsegment dienen. Große Flächendeckung, gezieltes Marketing und maßgeschneiderte Angebote sollen die Halter entsprechender Fahrzeuge locken. Die Konzentration liege auf besonders preisgünstigen Angeboten bei typischen Verschleißreparaturen, Inspektionen und Fahrzeug-Checks sowie dem Räder-/Reifen- und Zubehör-Geschäft, hieß es.

Interessierten Volkswagen-Partnern stehen unterschiedliche Konzepte zur Wahl: Als "Store"-Ausführung kann der Economy Service direkt im Hauptbetrieb (Shop in shop) oder in einem Gebäude auf dem Gelände (On-site integrated) umgesetzt werden. Als "Stand alone"-Ausführung ist ein eigenständiges Gebäude im regionalen Einzugsbereich des Hauptbetriebs möglich.

Die Integration bedeute für die Unternehmen einen "geringen zusätzlichen Aufwand", so der Hersteller. Die meisten Vorgaben für die "Store"-Ausführung würden bereits durch den bestehenden Betrieb abgedeckt. Auch für die "Stand alone"-Variante gebe es nur begrenzte Anforderungen. (rm/se)

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KOMMENTARE


Martin

03.03.2017 - 15:54 Uhr

Da kann man als Kunde nur den Kopf schütteln ... Hier stellt sich für den VW geplagten Kunden die Frage, was man in der "Altauto-Werkstatt" für sein Geld tatsächlich bekommt. Nachbauteile? Zweite Wahl? Noch weniger Service? Schlechter ausgebildete Mechatroniker, welche zum Mindestlohn arbeiten? Oder ausschließlich VW-Azubis im ersten Lehrjahr? Manuelle Hebebühnen und unbeheizte Werkstätten? Keinen Kaffee bei Wartezeiten? Fragen über Fragen ....Besitzer älterer Fahrzeuge haben erfahrungsgemäß weniger Geld für ihre Autos, deshalb gehören diese verständlicherweise auch zur großen Zielgruppe der freien Werkstätten. Wie will VW den Kunden von Neu- und neueren Wagen erklären, dass die erbrachte Arbeitsleistung in der einen Werkstatt weniger kostet als in der anderen? Noch schwieriger wirds dann, wenn ich mit meinem älteren Fahrzeug den Service(aus welchen Gründen auch immer) explizit in der Werkstatt für die neueren Fahrzeuge machen lassen möchte. Kostet der Spaß dann gleich oder mehr oder ist der Service dann vielleicht sogar teurer weil das benötigte Fachwissen nur noch in der Werkstatt für Altfahrzeuge vorhanden ist und entsprechend "eingekauft" werden muss?Über die Preisgestaltung von Ersatzteilen mit der Original-Teilenummer von VW möchte ich noch gar nicht nachdenken .... Ein Schelm wer böses dabei denkt.


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