Ford wehrt sich gegen den Vorwurf, den Umstieg auf umweltschonende Kühlungsmittel in Klimaanlagen zu torpedieren. "Wir unterstützten voll und ganz die Aussagen des Verbandes der Automobilindustrie", sagte ein Ford-Sprecher am Donnerstag in Köln. Der VDA unter Führung des neuen Präsidenten Matthias Wissmann hatte vor wenigen Wochen entschieden, auf das natürliche und umweltschonende Kältemittel CO2 umzusteigen. Es soll das derzeit in Klimaanlagen eingesetzte Kältemittel Tetrafluorethan (R 134a) ersetzen (wir berichteten). Wie der Ford-Sprecher weiter sagte, setzt das Unternehmen aber nicht nur auf CO2, sondern hält auch Ausschau nach Alternativlösungen. Dabei verwies der Automobilhersteller auf eine eingeschränkte Wirkung dieses Kältemittels in Ländern mit höheren Temperaturen. Die Deutsche Umwelthilfe warf dem Konzern vor, bei der Umstellung auf das klimafreundliche Kältemittel eine "destruktive Rolle" zu spielen. So sei die Entscheidung des VDA für den Umstieg auf umweltfreundliche Klimaanlagen im europäischen Herstellerverband ACEA unter massiven Druck geraten. Das Einschwenken auf die deutsche Linie sei vor allem am Widerstand von Ford gescheitert. (dpa)
Klimadebatte: Ford will kein Umweltsünder sein
Hersteller bekennt sich zum Kältemittel CO2 in Klimaanlagen, hält aber auch Ausschau nach Alternativlösungen