Kfz-Handwerk: Mehr Umsatz, weniger Beschäftigte

19.03.2010 14:30 Uhr
Fünf Prozent mehr Umsätze im Kfz-Gewerbe und 1,5 Prozent weniger Beschäftigte, meldete das Statistische Bundesamt.
© Foto: Toyota

Die Umsätze im deutschen Handwerk gingen im Krisenjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent zurück. Das Kfz-Gewerbe kommt in der Untersuchung des Statistischen Bundesamtes besser weg. Ursache für das Umsatzplus ist die Abwrackprämie.

Im Krisenjahr 2009 hat auch das deutsche Handwerk, das vermeintlich auf goldenem Boden steht, teils erhebliche Verluste hinnehmen müssen. Die Umsätze der zulassungspflichtigen Betriebe gingen im Vergleich zu 2008 um fünf Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Die Zahl der Beschäftigten sank dem Index zufolge um 1,5 Prozent. Am härtesten getroffen wurden industrienahe Handwerke wie zum Beispiel Metallbauer oder Feinwerkmechaniker. In dieser Gruppe gingen die Umsätze um 17,7 Prozent zurück, während das Kfz-Gewerbe wegen der Abwrackprämie ein Umsatzplus von 1,7 Prozent verbuchen konnte. Trotzdem ging dort die Beschäftigtenzahl um 3,1 Prozent zurück. Nach Berechnungen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die gesamte Branche inklusive der Betriebe ohne Meisterzwang und der handwerksähnlichen Gewerbe im vergangenen Jahr 4,75 Mio. Menschen beschäftigt. Das waren 1,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Umsätze seien um 4,9 Prozent auf knapp 488 Mrd. Euro gefallen. Die Arbeitsplätze beim Handwerk seien in der Krise sicherer gewesen als in der Industrie, sagte ein ZDH-Sprecher in Berlin. Längst nicht alle Handwerksbetriebe hätten in der Krise gelitten. So habe es in Lebensmittel- und Gesundheitshandwerken sogar einen leichten Beschäftigungszuwachs gegeben. Die Umsatzverluste seien vor allem aus Betrieben gekommen, die als Zulieferer und Dienstleister für die Industrie arbeiten. ZDH-Präsident Otto Kentzler äußerte sich in einer Mitteilung zuversichtlich für 2010. "Insgesamt rechnen wir mit einem nur noch geringen Umsatzminus von einem Prozent und einer stabilen Beschäftigungsentwicklung." (dpa)

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