Der Vorsitzende des Gesamtverbandes Autoteile-Handel (GVA), Hartmut Röhl, hat die Bundesregierung für ihre Position in Sachen Designschutz für Autoersatzteile kritisiert. Sie zeichne sich allgemein durch eine "unkritische Haltung gegenüber den Forderungen der Autokonzerne" aus. Wer Deregulierung im Strom- und Dienstleistungssektor einerseits fordere, die Liberalisierung des Designschutzes für Autoersatzteile aber verteufele, mache keine verlässliche Wirtschaftspolitik im Interesse des Mittelstands, so der GVA-Vorsitzende. Dagegen habe die "EU-Kommission zu Recht in der Vergangenheit immer auch die Interessen des mittelständischen freien Kfz-Service-Marktes im Blick gehabt", sagte Röhl. Die Automobilindustrie sei in letzter Zeit vor allem durch Arbeitsplatzabbau, Stellenverlagerung und Klagen gegen missliebige Themen wie den Diesel-Partikelfilter hervorgetreten. "Eine Überprüfung von EU-Gesetzesvorgaben sollte daher nicht den Blick dafür verlieren, wo in der EU Arbeitsplätze bestehen bleiben und neu geschaffen werden - im Mittelstand", mahnte Röhl abschließend. (ng)
GVA kritisiert Bundesregierung wegen Designschutz
Hartmut Röhl: "Politik ist autoindustrielastig"