ADAC Pannenstatistik 2026: Elektroautos zuverlässiger als Verbrenner

23.04.2026 08:55 Uhr | Lesezeit: 2 min
Niedersachsen, Laatzen: Symbole markieren Ladeplätze an Schnellladesäulen für Elektroautos in der Region Hannover.
Generell gilt, dass die Pannenwahrscheinlichkeit höher wird, je älter das Fahrzeug ist.
© Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Welche Autos sind besonders zuverlässig oder fehleranfällig? Um diese Frage beantworten zu können, hat der ADAC in seiner Pannenstatistik 2026 die Pannendaten der zulassungsstärksten Fahrzeuge in Deutschland untersucht, und analysiert, welche Modelle wie oft liegen blieben und warum.

Generell gilt, dass die Pannenwahrscheinlichkeit höher wird, je älter das Fahrzeug ist. Dieser Trend hat sich in den vergangenen Jahren jedoch abgeschwächt: Ein zehn Jahre altes Fahrzeug hatte im Jahr 2015 noch eine Pannenwahrscheinlichkeit von 6,5 Prozent - 2025 waren es nur noch 3,1 Prozent. Gleichzeitig lag das Durchschnittsalter der im vergangenen Jahr von Pannen betroffenen Fahrzeuge im Schnitt bei knapp 14 Jahren. Der Umstand, dass die zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland immer älter werden, sorgt dennoch dafür, dass die reine Zahl der Pannenhilfeeinsätze des ADAC im vergangenen Jahr gestiegen ist: Die Gelben Engel waren fast 3,7 Millionen Mal im Einsatz, was eine Steigerung um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Elektroautos sind über alle Altersklassen hinweg erheblich zuverlässiger als Verbrenner. Besonders gut lässt sich das an der sogenannten Pannenkennziffer (PKZ) erkennen. Diese sagt aus, wie viele Pannenfälle pro 1000 Fahrzeuge auftreten. Ein vier Jahre altes Elektroauto wies 2025 eine PKZ von 6,5 auf, gleich alte Verbrenner lagen schon bei 12,5. Der Grund dafür ist, dass in einem Elektroauto deutlich weniger verschleißanfällige Teile verbaut sind. Typische Fehlerquellen beim Verbrenner sind etwa Elemente des Antriebsstrangs oder das Kraftstoffsystem.

Die mit Abstand häufigste Ursache für Einsätze der Pannenhilfe ist antriebsunabhängig ein Defekt der 12V-Batterie. Fast die Hälfte aller Fälle geht darauf zurück. Bei Elektroautos gibt es darüber hinaus einen auffälligen Anteil der Pannenfälle in Bezug auf das Bordnetz. Hier ist die Pannenkennziffer sogar höher als bei Verbrennern, was ADAC Experten auf die kompliziertere Bordelektronik bei E-Autos zurückführen.


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Einige Fahrzeugmodelle sind unabhängig von ihrem Zulassungsjahr besonders zuverlässig. Bei den dreijährigen Autos sind der BMW i3 (PKZ 0,4) und das Tesla Model 3 (0,7) die zuverlässigsten Vertreter - betrachtet man nur die Verbrenner, sind abermals der Mini und der BMW X2 (beide 0,8) als sehr pannenarm zu vermerken. Die Pannenstatistik zeigt aber auch, dass einige Fahrzeuge auffällig häufig liegenbleiben. Dazu gehört nach wie vor der Toyota C-HR, der in zahlreichen Jahrgängen zu den unzuverlässigsten Fahrzeugen seiner Klasse zählt. Gleiches gilt für die Modelle «RAV4», «Yaris (Cross)» und «Corolla» des japanischen Herstellers. Bei den Elektroautos fallen die vergleichsweise hohen Pannenzahlen des Hyundai IONIQ 5 auf, bei dem es ein offenkundiges Problem mit einem Bauteil der Stromversorgung gibt.

In der ADAC Pannenstatistik werden die Pannen von 158 Fahrzeugmodellen von 27 Herstellern erfasst. Es werden nur Baureihen berücksichtigt, die in mindestens zwei Jahren zwischen dem ersten und zehnten Jahr mehr als 7.000 zugelassene Fahrzeuge im Bestand laut Kraftfahrtbundesamt aufweisen.

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