ADAC-Auswertung: Katalysator-Diebstähle nehmen zu

Der ADAC führt die wachsende Zahl der geklauten Kats auf den hohen Preis des darin verbauten Rohstoffs Platin zurück.
© Foto: Harry Melchert / dpa / picture

Nach Einschätzung des ADAC haben es die Kriminellen vor allem auf den teuren Rohstoff Platin, der in den Abgasreinigern verbaut ist, abgesehen.


Datum:
16.10.2020

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Katalysatoren werden in Deutschland nach Angaben des ADAC häufiger aus Autos ausgebaut und gestohlen. Bis September seien 239 Katalysatoren entwendet worden, teilte der Allgemeine Deutsche Automobil-Club am Freitag in München mit. Die Daten gehen auf eine Auswertung der ADAC-Pannenhilfe zurück.

Damit liege die Zahl in den ersten neun Monaten dieses Jahres bereits höher als in den Vorjahren, hieß es. Im vergangenen Jahr zählte der ADAC 169 gestohlene Katalysatoren, 2018 waren es 77 und 2017 38 Diebstähle. Der Verband schätzt, dass die Dunkelziffer der tatsächlich gestohlenen Geräte noch weit höher liegt.

Die Abgasreiniger sind etwa seit Beginn der 1990er Jahre fester Bestandteil aller Autos. Bei der Umwandlung von gefährlichem Kohlenmonoxid (CO) unter anderem in Kohlendioxid (CO2) helfen Rohstoffe wie Platin. Je mehr Platin verbaut ist, desto besser funktioniert laut ADAC die Abgasreinigung. Wegen strengerer Vorschriften benötigten die Fahrzeughersteller mehr von dem Metall, um umweltfreundlichere Autos produzieren zu können.

Der Automobilclub geht daher davon aus, dass die Diebe es vor allem auf das Platin abgesehen haben. Die Katalysatoren ließen sich recyceln, das gewonnene Platin könne anschließend den Herstellern wieder angeboten werden. Vor allem ältere Modelle (Opel Astra, VW Polo u.a.) seien betroffen, da bei diesen Fahrzeugen die Kats leichter zugänglich sind als bei neueren. Ein Ersatz kostet den Angaben zufolge inklusive Einbau zwischen 500 und 1.000 Euro. (dpa)

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