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Audi Q4 e-tron: Schlauer als das Space Shuttle

Audi bringt im Sommer den Q4 e-tron auf den Markt. Laut Audi ist der Stromer ein Kompakt-SUV. Mit 4,60 Metern Länge ist aber auch die Mittelklasse nicht fern.
© Foto: Audi AG

Ab Sommer geht Audis Elektro-SUV Q4 e-tron für knapp über 40.000 Euro ans Stromnetz. Wir haben jetzt schon mal Platz genommen und ein Superhirn entdeckt.


Datum:
15.03.2021
Autor:
Tomas Hirschberger/SP-X
Lesezeit: 
4 min
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Spannende Einsichten in einen SUV, der zwischen den Klassen einparkt. Audi sagt, er sei ein Kompakt-SUV. Aber mit knapp 4,60 Meter klopft der Q4 e-tron schon ziemlich selbstbewusst an die Tür der Mittelklasse. Zumindest nach klassischer Definition. Aber bei Stromern müssen wir neu denken. Die Architektur des modularen Elektro-Antriebsbaukastens (MEB) eröffnet ganz andere Möglichkeiten als beim Verbrenner. Der Radstand von 2,76 Meter entspricht fast dem des Q5. Dazu kommen extrem kurze Überhänge und ein flacher Wagenboden ohne Kardantunnel. Von den Pedalen bis zur Rückbank sind es üppige 1,83 Meter, entsprechend luftig sind die Platzverhältnisse vorne und hinten. Eher schon Ober- als Mittelklasse - und bestimmt nicht kompakt. In den Kofferraum passen 520 bis 1.490 Liter Gepäck, beim wenig später startenden Q4 e-tron Sportback werden es 535 bis 1.460 Liter sein.

Zudem schafft Audi reichlich Stauraum für allerlei Krimskrams, der so im Autoalltag mitfährt. Insgesamt haben die Fächer ein Volumen von 24,8 Liter (inkl. Handschuhfach), das zwischen den vorderen Sitzen ist alleine 4,4 Liter groß. In allen Türverkleidungen gibt es oben im Bereich der Armauflage praktische Einschübe für 1-Liter-Flaschen.


Audi Q4 e-tron

Bildergalerie

Vieles neu und dennoch gewohnt

Von der Anordnung her ist vieles im Q4 typisch Audi. Aufgeräumt, übersichtlich, ja, auch hier im Vorserienauto schon hochwertig und klasse verarbeitet. Wer sich bei den Ingolstädtern auskennt, greift instinktiv richtig. Optisch hat sich dennoch einiges getan. Das ist zunächst das neue Vierspeichen-Lenkrad. Die Ringe liegen ab sofort platt im Pralltopf (Audi spricht vom Flat-Design), der Lenkradkranz ist oben und unten abgeflacht. In den oberen Speichen montiert Audi elegante Touch-Flächen in Black-Panel-Optik, deren Funktionsbereiche sind hinterleuchtet, nur die jeweils aktiven Tasten werden angezeigt. Diese lassen sich Sliden und Drücken. Steuermänner, die bei diesem Lenkrad anecken, können übrigens weiterhin ein rundes Ruder ordern.

In neuer Form präsentiert sich auch die schwebende Mittelkonsole und der eckigere, leicht zum Fahrer gewandte Cockpit-Kasten. Er beherbergt ein 10,25 Zoll großes digitales Kombiinstrument, das es in drei Varianten gibt. In der Topversion lassen sich die Layouts "classic", "sport" und "e-tron" anzeigen.

Rechts davon liegt das MMI-Touch-Display, wahlweise 10,1 oder 11,6 Zoll groß - und damit das bislang größte im Audi Programm. Als Designer-Deckel liegt obendrauf eine Dekoreinlage, wahlweise in Lindenholz, Aluminium oder recycelbaren Hybridgewebe bespannt. Insgesamt hat Audi allerdings die inflationäre Anzahl an Extras deutlich reduziert. 80 Prozent an Einzelpositionen sollen weggefallen, und/oder in Paketen zusammengefasst werden. Macht beim Q4 e-tron allerdings immer noch neun unterschiedliche Ausstattungspakete.

Als technisches Schmankerl präsentiert Audi erstmals ein Head-up-Display mit Augmented Reality-Funktion
© Foto: Audi AG

Augmented Reality in der Frontscheibe

Als technisches Schmankerl präsentiert Audi erstmals ein Head-up-Display mit Augmented Reality-Funktion. Auf einer Fläche (Field of View), die etwa einem 70 Zoll-Display entspricht, werden Inhalte quasi über die Realität der Außenwelt gelegt. Hört sich kompliziert an, und ist es auch. Im unteren Drittel, dem Statusbereich, zeigt das System wie gehabt Tempo, Verkehrszeichen oder Assistenz-Symbole an. Darüber sehen wir Inhalte wie Gefahrenmomente, vorausfahrende Autos oder Zielpunkte schwebend in einem virtuellen Abstand von rund zehn Meter zum Fahrer in das Display projiziert. Besonders eindrucksvoll ist das beim Navigieren. Hier düst stets eine Art Drohne in Form eines fliegenden Pfeils vor dem Auto her und weist frühzeitig und im wahrsten Sinne des Wortes richtungsweisend den Weg. Das ist mal wirklich hilfreich.

Möglich macht die schöne neue virtuelle Welt die sogenannte Picture Generation Unit (PGU) und das dahinter liegende Superhirn, der AR-Creator. Seine Software soll laut Audi mit zirka 600.000 Zeilen etwa die Hälfte mehr an Programmiercodes haben als das gesamte Steuerungssystem des ersten Space Shuttles. Nur fliegen, so viel dürfen wir schon mal verraten, kann der neue Q4 e-tron noch nicht.

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