Die Spritpreise in Deutschland ziehen kräftig an. Vor allem Diesel verteuert sich derzeit deutlich, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Doch auch für Benzin müssen Autofahrer mehr bezahlen. Ein Liter Diesel kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,200 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,125 Euro und damit 3 Cent mehr als am Sonntag. Auch am Mittwoch deuten die ersten Zahlen auf weiter kräftig steigende Preise hin. Um 8.00 Uhr morgens war Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 5,7 Cent teurer als einen Tag zuvor zur selben Uhrzeit. E10 lag um 2,6 Cent höher.
Gutes Indiz für die weitere Entwicklung
Seit Einführung der 12-Uhr-Regel folgen die Preise in der Regel einem Muster, das zwar eine hohe Schwankungsbreite aufweist, aber nahezu immer den gleichen Verlauf nimmt. Vergleiche derselben Uhrzeit gelten daher als gutes Indiz dafür, wie der bundesweite Tagesdurchschnitt ausfallen wird. Beim ADAC sieht man den jüngsten Anstieg des Ölpreises als Treiber für die höheren Spritpreise. "Das ändert jedoch nichts daran, dass das Preisniveau aus unserer Sicht bereits seit Wochen zu hoch ist", erklärte ein Sprecher.
Auch die Dürre spielt eine Rolle
In Teilen Deutschlands wirkt zudem die aktuelle Dürre als Preistreiber. Normalerweise spielt unter anderem der Rhein eine wichtige Rolle für den Transport von Öl und Kraftstoffen auf Tankschiffen. Wegen der derzeit extrem niedrigen Pegelstände ist dies jedoch stark eingeschränkt, wodurch höhere Logistikkosten entstehen.
Das spiegelt sich auch in der regionalen Preisverteilung wider: Nach Daten des Spritpreisportals "Tankerkönig" war Kraftstoff in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz am Mittwochmorgen überdurchschnittlich teuer. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern verzeichneten dagegen vergleichsweise niedrige Preise. Der Unterschied lag im oberen einstelligen Centbereich.