Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, neue EU-Vorgaben oder der Ausbau erneuerbarer Energien: Unternehmen stehen in vielen Bereichen vor tiefgreifenden Veränderungen. Für Fach- und Führungskräfte bedeutet das, regelmäßig neues Wissen aufzubauen und bestehende Kompetenzen zu erweitern. Die TÜV SÜD Akademie hat deshalb ihr Weiterbildungsprogramm für 2027 veröffentlicht.
KI wird zur Managementaufgabe
Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend von einer Technologiefrage zu einer strategischen Managementaufgabe. Unternehmen müssen entscheiden, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann, welche Risiken zu berücksichtigen sind und wie Projekte gesteuert werden. Vor diesem Hintergrund erweitert die TÜV SÜD Akademie ihr Angebot um eine Ausbildung zum Chief AI Officer (CAIO). Die Qualifizierung richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die KI-Initiativen bewerten, priorisieren und in bestehende Unternehmensstrukturen integrieren sollen.
Elektromobilität bleibt Schwerpunkt
Auch die Elektromobilität sorgt weiterhin für einen steigenden Qualifizierungsbedarf. Insbesondere Werkstätten müssen sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen. Die TÜV SÜD Akademie setzt dabei auf kompakte Hochvolt-Schulungen nach DGUV-Vorgaben, die Theorie und Praxis miteinander verbinden.
Mit der wachsenden Batterieproduktion steigen auch die regulatorischen Anforderungen. Die EU-Batterieverordnung betrifft zahlreiche Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette – von Herstellern über Zulieferer bis hin zu Recyclingunternehmen. Besonders relevant werden künftig Themen wie CE-Kennzeichnung, Carbon Footprint, Konformitätsbewertung und der digitale Batteriepass. Für bestimmte Batteriekategorien wird dieser ab Februar 2027 verpflichtend.
Maschinensicherheit wird wichtiger
Auch die neue EU-Maschinenverordnung sorgt in vielen Unternehmen für Handlungsbedarf. Dafür bietet die TÜV SÜD Akademie neue Trainings zum Thema Maschinensicherheit an. Ergänzend sollen Personenzertifizierungen Fachkräften helfen, ihre Kenntnisse in Bereichen wie Risikobeurteilung und Konformitätsbewertung nachzuweisen.
Der Ausbau des Programms zeigt, wie stark sich die Anforderungen an Beschäftigte in Industrie, Mobilität und Dienstleistung verändern. Themen wie KI, Elektromobilität, Nachhaltigkeit oder neue EU-Regulierungen erfordern kontinuierliche Weiterbildung. Für Unternehmen wird die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter damit zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor – nicht nur zur Einhaltung regulatorischer Vorgaben, sondern auch zur erfolgreichen Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und Technologien.