Montag, 25.03.2019
Verkehrsblatt IVW
08.03.2019

¬ Piëch Automotive

Start-up mit großem Namen

Piech Mark Zero

Toni Piëch mit seinem Erstlingswerk in Genf
© Foto: picture alliance/Uli Deck/dpa

Auch der zweite große Name aus der Auto-Dynastie Porsche/Piëch prangt künftig auf der Haube eines Sportwagens. Toni Piëch, Sohn des langjährigen VW-Vorstands- und -Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch, stellte auf dem Automobilsalon in Genf die von ihm 2016 mitgegründete und nach ihm benannte Marke vor.

Die Firma, die in Zürich in der Schweiz sitzt, will in spätestens drei Jahren den komplett elektrischen Piëch Mark Zero auf die Straße bringen, der auf der Frühlingsmesse erstmals zu sehen ist. Wo gerade alle Welt über das automatisierte Fahren rede, gehe es darum, einen klassisch-puristischen Sportwagen zu bauen, bei dem der Fahrer im Mittelpunkt stehe, sagte Piëch bei der Präsentation.

Der Mark Zero, in Genf noch als Konzept deklariert, soll Teil einer ab 2022 verfügbaren Modellfamilie werden, die Piëch noch um einen Viersitzer und ein SUV erweitern will. Preislich soll der Sportwagen zwischen 150.000 bis 170.000 Euro liegen. Auch weitere Konzepte auf der grundsätzlich modular ausgelegten Plattform sind denkbar. 

Drei E-Motoren

Gezeichnet wurde das Piëch-Erstlingswerk vom Schweizer Autodesigner Rea Stark Rajcic. Angesichts der klassischen GT-Silhouette könnte man den Stromer auf den ersten Blick für einen typischen Aston Martin halten. Auch die Fahrleistungen des 4,43 Meter langen Zweisitzers wären eines Vertreters der britischen Traditionsmarke durchaus würdig. Dank drei jeweils 150 kW / 204 PS starken E-Motoren soll der 1,8-Tonner in 3,2 Sekunden Tempo 100 erreichen. Maximal sind 250 km/h möglich.

Dank neuartiger Batteriezellen der Firma Desten kann der Energiespeicher 500 Kilometer Reichweite sowie eine 80-Prozent-Ladung in unter fünf Minuten ermöglichen. Außerdem sollen die Zellen kaum Wärme erzeugen, was die aufwändige Flüssigkeitskühlung überflüssig macht und das Gewicht um rund 200 Kilogramm reduziert. Mit weniger als 1,8 Tonnen wäre der Mark Zero einer der leichtesten Stromer.

Flexible Plattform

Vollends überzeugt vom E-Antrieb scheint der Piëch-Spross allerdings nicht zu sein: Die flexible Plattform kann auch mit Brennstoffzellen, Hybrid-Antrieben oder klassischen Verbrennern bestückt werden. Interessant: Zwar steht der Akkulieferant aus China schon fest, wo und mit welchem Partner die Autos gefertigt werden sollen, ist aber noch genauso offen wie der Starttermin.

Piëch betonte zwar, dass trotz familiärer Bande keine Verbindung zum VW-Konzern bestünde, schließt eine zukünftige Zusammenarbeit aber nicht aus. Fest steht auf jeden Fall: Ferry Porsche wäre stolz auf seinen Großneffen. (dpa/SP-X)

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: picture alliance/Uli Deck/dpa)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

In gewisser Weise ein Schnäppchen

Laut Bugatti handelt es sich beim La Voiture Noire um den teuersten Neuwagen der Welt. Im Vergleich zu einem historischen Vorbild, den das Einzelstück in einigen Details zitiert, ist der Wagen allerdings ein Schnäppchen. ¬ mehr

Bosch rüstet Fabriken für Mobilfunkstandard 5G

Die Auktion der Frequenzen für den neuesten Mobilfunkstandard läuft. Bis das Netz steht, dürfte es noch dauern. Doch in der Industrie bereitet man sich längst vor.
¬ mehr

Eine Einladung für Autodiebe

Schlüssellose Zugangssysteme beim Auto sind komfortabel, aber nicht immer sicher. Selbst bei teuren Premiumfahrzeugen kann man sich nicht auf die Technik verlassen. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Frage der Woche


Beliebteste Inhalte

  • 22.03.2019 | Fahrbericht BMW X7

    Größer geht’s kaum

    R. Luft meint: Tut mir leid, aber das sind genau die Fahrzeuge, die kein Mensch in der heutigen Zeit braucht. Die g...mehr

  • 06.03.2019 | Unsicherheitsfaktor Kunde

    Autobranche sucht E-Auto-Käufer

    Franz Xaver meint: wenn jeder, der Grünen und die ganzen Umweltlobyisten einen kaufen würden, statt die jährlichen F...mehr

  • 05.03.2019 | Autobauer

    Volvo will Topgeschwindigkeit von 180 km/h einführen

    Gerhard Kirchheim meint: Ein guter Gedanke. Wenn die Fahrzeuge von Volvo Fahrwerksseitig nicht an deutsche Standards heran ko...mehr

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Betriebssicherheit

Mitarbeiteranweisungen

Mitarbeiteranweisungen

Schnell vermitteltes Wissen zu wesentlichen Gefahrenquellen in der Werkstatt. ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Springer Automotive Shop

Leistungsträger statt Mitläufer!

In der Neuerscheinung "Gewinnertypen im Verkauf" zeigt Ihnen Top-Verkäufer Ulrich Stegmann, wie Sie zu einer erfolgreichen Verkäuferpersönlichkeit werden. ¬ Jetzt bestellen!