BMW hat einen Rückruf für das Elektro‑SUV iX3 gestartet. Bei bestimmten Fahrzeugen wurden die Seiten‑ beziehungsweise Kopfairbags im Fahrgastraum nicht korrekt verschraubt, wodurch im Falle eines Unfalls die Schutzwirkung der Airbags beeinträchtigt sein kann. Das Kraftfahrt‑Bundesamt (KBA) überwacht die Rückrufaktion.
Nach Angaben des KBA wurden die Seitenairbags im Fahrgastraum nicht entsprechend der Herstellervorgaben verschraubt. Im Falle einer unfallbedingten Airbagauslösung kann sich der Airbag nicht wie vorgesehen entfalten oder der Gasgenerator aus seiner Position bewegen und Insassen treffen. In Deutschland sind etwa 1.000 Fahrzeuge betroffen.
Eckdaten zum Rückruf
- Hersteller: BMW
- Modell: iX3
- Produktionszeitraum: 18.12.2025 – 08.05.2026
- Rückrufgrund: Airbags nicht gemäß Spezifikation verschraubt
- Risiko: Fehlentfaltung der Airbags oder Bewegung des Gasgenerators, erhöhte Verletzungsgefahr für Insassen
- Maßnahme: Überprüfung der Verschraubung der linken und rechten Kopfairbags, ggf. Nacharbeit
- Betroffene Fahrzeuge weltweit: 4.843
- Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 1.071
- KBA‑Referenznummer: 16607R
- Hersteller‑Rückrufcode: 72990200
- Status: Rückruf behördlich überwacht
Maßnahme
Im Rahmen des Rückrufs überprüfen autorisierte BMW‑Werkstätten die Verschraubung der linken und rechten Kopfairbags. Falls erforderlich, wird der Verbau nach Herstellerspezifikation nachgearbeitet. Zur Dauer des Werkstattaufenthalts machte BMW bislang keine Angaben. Da es sich um eine Überprüfung und gegebenenfalls Nacharbeit handelt, dürfte der Aufwand begrenzt sein.
BMW hat keine Eingrenzung der betroffenen Fahrzeuge veröffentlicht. Sach‑ oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Mangel sind bislang nicht bekannt. Die Veröffentlichung des Rückrufs erfolgte laut KBA am 1. Juni 2026. Fahrzeughalter werden informiert und können sich mit dem Rückrufcode 72990200 an eine autorisierte BMW‑Vertragswerkstatt wenden.