Brandgefahr bei Cupra- und ID-Modellen: VW ruft 100.000 Fahrzeuge zurück

24.03.2026 16:29 Uhr | Lesezeit: 3 min
Cupra Born stehend vor Hecke fotografiert
Der Fehler müsse mit einem Software-Update behoben werden, heißt es vom KBA.
© Foto: Michael Blumenstein

Gelbe Warnleuchte, weniger Reichweite, im Extremfall sogar Brandgefahr: Volkswagen und Cupra müssen weltweit zahlreiche Elektrofahrzeuge zur Kontrolle in die Werkstätten holen. Wer jetzt betroffen ist und was im Service passiert.

Der Volkswagen-Konzern ruft weltweit mehr als 90.000 E-Autos der Marken VW und Cupra in die Werkstatt. Das geht aus einer Meldung in der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Flensburg hervor. Module in der Hochvoltbatterie könnten zu Problemen führen, die vom Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte über eine Reichweitenabnahme bis hin zu Brandgefahr reichen könnten.

Den Angaben zufolge geht es um Batteriemodule, die nicht der Spezifikation entsprechen. Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden sind dem KBA nach eigenen Angaben bisher nicht bekannt. Ein VW-Sprecher bestätigte den Rückruf an Anfrage. Betroffen sind laut KBA bei VW die Modelle ID.3, ID.4, ID.5 und ID.Buzz, die zwischen 24. Juni 2023 und 23. August 2024 produziert wurden.

Bei der Konzernschwester Cupra geht es um das Modell Born aus dem Produktionszeitraum 7. Februar 2022 bis 21. April 2024. Insgesamt umfasst der Rückruf weltweit gut 94.000 Fahrzeuge, davon knapp 75.000 VW und gut 19.000 Cupra. In Deutschland sind es 28.000 Fahrzeuge, davon 22.000 VW und 6.000 Cupra.

Eckdaten zum Rückruf

  • Hersteller: Volkswagen / Cupra
  • Modell: VW ID.3, ID.4, ID.5, ID. Buzz, ID. Buzz Cargo; Cupra Born
  • Produktionszeitraum: VW: bis 23.08.2024 | Cupra Born: 07.02.2022 – 21.04.2024
  • Rückrufgrund: Batteriemodule entsprechen nicht der Spezifikation
  • Risiko: Warnleuchte, Reichweitenverlust, Überhitzung – mögliche Brandgefahr
  • Maßnahme: Software‑Update, Prüfung der HV‑Batteriemodule, Austausch einzelner Module
  • Betroffene Fahrzeuge weltweit: 94.031
  • Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 28.158
  • KBA‑Referenznummer: 16271R (VW), 16269R (Cupra)
  • Hersteller‑Rückrufcode: 93MI (VW), 93S4 (Cupra)
  • Status: Behördlich überwacht / Rückruf aktiv

Maßnahmen

Um das Problem zu beheben, müsse in der Werkstatt ein Software-Update durchgeführt und die Hochvoltbatterie geprüft werden, heißt es beim KBA. Sofern erforderlich, würden einzelne Module der Hochvoltbatterie ersetzt. Bisher sind dem Kraftfahrt‑Bundesamt keine Sach- oder Personenschäden bekannt.


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