Pläne: BASF will Autogeschäft ausbauen

Große Hoffnungen setzt der weltgrößte Chemiekonzern BASF weiter auf Batteriematerialien für Elektroautos.
© Foto: RWE

Die Autobranche wächst. Der Zulieferer BASF will seinen Anteil haben. In einem wichtigen Prozess um Patente für Batteriematerialien erwartet der Konzern 2016 eine Entscheidung.


Datum:
30.11.2015

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



Der Chemieriese BASF will seinen Umsatz mit der Autoindustrie jährlich weiter um fünf Prozent steigern und damit schneller als die Autobranche wachsen. Das Unternehmen setzt dabei auf neue Produkte wie einen Vier-Wege-Katalysator und auf neue Abgasvorgaben in Europa und den USA, die ab 2017 kommen. "Strenge Vorschriften werden der BASF helfen", sagte das für Katalysatoren, Lacke und Nordamerika zuständige Vorstandsmitglied Wayne T. Smith den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Die Zahl der Autos wuchs nach seinen Angaben im Schnitt der vergangenen Jahre um drei Prozent, in diesem Jahr hält er ein Plus von ein bis zwei Prozent für möglich.

Große Hoffnungen setzt der weltgrößte Chemiekonzern weiter auf Batteriematerialien für Elektroautos. In einem US-Prozess um angeblich verletzte BASF-Patente für solche Produkte erwartet Smith für 2016 das Urteil. Nach seinen Angaben macht BASF einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro mit der Autoindustrie, der wichtigsten Branche für den Konzern. Smith bestätigte außerdem, dass BASF verschiedene Möglichkeiten für ihr Industrielack-Geschäft prüft.

Das BASF-Geschäft mit der Autoindustrie wachse schneller als die Autobranche, weil das Chemieunternehmen neue Technologien auf den Markt bringe, so Smith. "Mehr Katalysatoren, bessere Lacke, mehr Spezialkunststoffe, bessere Kraftstoffzusätze – das ist der Grund, warum wir schneller wachsen können." Verschärfte Vorschriften spielten dabei eine große Rolle, etwa bei Katalysatoren. "Die weltweit zunehmenden Regulationen geben uns mehr und mehr Möglichkeiten."

Drei-Wege-Kat und Partikelfilter in einem

Einen "signifikanten" Umsatzbeitrag erwartet Smith von dem Vier-Wege-Katalysator für Benzinmotoren, den BASF 2017 einführen will. Er soll gemäß den Vorgaben nicht nur drei Schadstoffe, sondern auch Partikel aus den Abgasen herausfiltern. Der Katalysator vereint dabei laut BASF in einem einzigen Bauteil den Drei-Wege-Katalysator mit einem Partikelfilter. "Wir sind damit Technologieführer", sagte Smith. Nach seiner Erwartung werden andere Länder wie China die strengeren Vorschriften übernehmen – und damit ebenfalls zu Märkten für das Produkt. "Deshalb werden wir weiter wachsen." (dpa)

HASHTAG


#Automobilzulieferer

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


asp AUTO SERVICE PRAXIS Online ist der Internetdienst für den Werkstattprofi. Neben tagesaktuellen Nachrichten mit besonderem Fokus auf die Bereiche Werkstatttechnik und Aftersales enthält die Seite eine Datenbank zum Thema RÜCKRUFE. Im neuen Bereich AUTOMOBILE bekommt der Werkstatt-Profi einen Überblick über die wichtigsten Automarken und Automodelle mit allen Nachrichten, Bildergalerien, Videos sowie Rückruf- und Serviceaktionen. Unter #HASHTAG sind alle wichtigen Artikel, Bilder und Videos zu einem Themenspecial zusammengefasst. Außerdem gibt es im asp-Onlineportal alle Heftartikel gratis abrufbar inklusive E-PAPER. Ergänzt wird das Online-Angebot um Techniktipps, Rechtsthemen und Betriebspraxis für die Werkstattentscheider. Ein kostenloser NEWSLETTER fasst werktäglich die aktuellen Branchen-Geschehnisse zusammen. Das richtige Fachpersonal finden Entscheider auf autojob.de, dem Jobportal von AUTOHAUS, asp AUTO SERVICE PRAXIS und Autoflotte.