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ZDK kritisiert VW scharf: "Das ist erbärmlich"

ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz
© Foto: ProMotor

Kaum liegen die technischen Vorschriften für Hardware-Nachrüstungen vor, meldet Volkswagen Bedenken an. ZDK-Hauptgeschäftsführer Koblitz attackiert den Markführer dafür scharf.


Datum:
02.01.2019
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Axel Koblitz, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK), hat die öffentliche Warnung vor der Diesel-Nachrüstung durch den Volkswagen-Konzern scharf kritisiert. "Erst streuen sie die Infektion, und dann warnen sie vor dem Medikament. Das ist erbärmlich!", sagte Koblitz am Mittwoch in Bonn mit Blick auf den durch VW ausgelösten Abgas-Skandal.

Am vergangenen Freitag hatte der Branchenführer vor einem höheren Verbrauch nach einer Hardware-Umrüstung und vor negativen Folgen bei der Zuverlässigkeit der Autos gewarnt (wir berichteten): "Dies können wir als Automobilhersteller im Sinne unsere Kunden weder befürworten noch dafür haften. Deshalb raten wir von Hardware-Nachrüstungen ab", hieß es in einer VW-Mitteilung.

Koblitz hält dieses Argument für vorgeschoben. Die Nachrüstung von Kraftfahrzeugen mit Technik zur Minderung des Schadstoffausstoßes sei seit langer Zeit gang und gäbe, wie die Beispiele Katalysator und Rußpartikelfilter zeigten, sagte er. Wenn VW jetzt vor angeblichen Problemen warne, werde bewusst verschwiegen, dass gerade Volkswagen schon vor Jahren Euro 5-Diesel-Pkw mit stickoxidreduzierender Technik als Sonderausstattung angeboten und für den US-Export sogar serienmäßig ausgerüstet habe. "Vor genau denjenigen Teilen, die damals ab Werk eingebaut wurden, soll der Verbraucher also jetzt Angst haben?", fragte der ZDK-Vertreter. Auch die Software zur Anpassung des Motormanagements habe man in Wolfsburg parat.

Positiv äußerte sich Koblitz zu den technischen Vorschriften für die Umbauten, die Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ebenfalls am vergangenen Freitag vorgelegt hatte. "Minister Scheuer hat Wort gehalten." Die Nachrüst-Anbieter seien nun angesichts bereits verhängter oder drohender Diesel-Fahrverbote gefordert, mit den Automobilherstellern zu kooperieren und so schnell wie möglich genehmigungsfähige Systeme zu entwickeln. Die AU-Werkstätten stünden für den Einbau bereit, so dass nun "alle Ampeln für die Diesel-Nachrüstung auf Grün geschaltet sind". (rp)

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