TRW Automotive hat nach eigenen Angaben Markenpiraten auf der Automechanika das Handwerk gelegt. So habe ein chinesisches Unternehmen in Halle 4 Zündkerzen, Antriebsriemen und andere Automobilteile unter der Marke Lucas ausgestellt, ohne über die entsprechenden Markenrechte zu verfügen. Die liegen nämlich zu 100 Prozent bei TRW. Jochen Leuthold, Vertriebsleiter bei der TRW Kfz-Ausrüstung GmbH, zeigte sich empört über das dreiste Auftreten der Plagiateure. So sei lediglich ein grafisches Element des Lucas-Logos leicht modifiziert worden. Zwar sei das Markenrechtsvergehen bereits am ersten Messetag am 12. September entdeckt worden, ihren Stand räumen mussten die Chinesen jedoch erst drei Tage später, nachdem eine einstweilige Verfügung durchgesetzt worden war. Daher übte Leuthold leichte Kritik an der Messe Frankfurt und den Behörden: "Es wäre wünschenswert, dass solche Aussteller erst gar nicht zur Messe zugelassen oder die Verfahren beschleunigt werden. Wobei ich schon sehe, dass es bei 4.658 Ausstellern Probleme mit der flächendeckenden Überwachung gibt", so Leuthold. Die Automechanika-Veranstalter hatten im Vorfeld der Messe eine Initiative gegen Copyright-Verletzungen gestartet, gleichzeitig aber auch betont, keine "Branchenpolizei" sein zu wollen. (ng)
TRW geht gegen Markenpiraten vor
Unternehmen ließ auf der Automechanika Stand mit Lucas-Plagiaten räumen / Kritik an Messe und Behörden