Technikmesse CES: Bosch entwickelt smartes Auto-Cockpit

06.01.2026 08:06 Uhr | Lesezeit: 2 min
Bosch, CES 2026
Bosch-Geschäftsführerin Tanja Rückert und Paul Thomas, Präsident von Bosch Nordamerika, auf der CES-Pressekonferenz 2026.
© Foto: Bosch

Bosch zeigt, wie KI im Auto-Cockpit das Fahrerlebnis verändert. Was das System leistet und warum der Konzern auf Software setzt.

Der Autozulieferer Bosch hat auf der Technikmesse CES ein KI-basiertes Fahrzeug-Cockpit vorgestellt. Dabei handele es sich um ein System, mit dem die Umgebung im Auto hochgradig personalisiert werden könne, sagte Tanja Rückert, Geschäftsführerin der Robert Bosch GmbH, in Las Vegas.

Das gemeinsam mit Autoherstellern entwickelte Cockpit ist mit einem KI-Sprachmodell ausgestattet, so dass man mit dem System wie mit einer realen Person sprechen kann. Ein weiteres KI-Modell nimmt darüber hinaus auch visuelle Informationen auf, so dass das Geschehen innerhalb als auch außerhalb des Fahrzeugs interpretiert werden kann. Das ermögliche etwa die Parkplatzsuche durch das KI-System am Zielort.

Bosch: Auto kann hören und sehen

"Bei diesem KI-Cockpit habe ich es mit Algorithmen zu tun, die sehen und hören können", sagte Rückert in Las Vegas. "Und ich kann mich mit dem System wie mit einer Person unterhalten. Damit wird das Cockpit zu meinem personalisierten Raum. Das ist eine ganz andere Art, Auto zu fahren." Die Bosch-Managerin wollte jedoch noch nicht sagen, bei welchem Autoproduzenten das KI-Cockpit zuerst zum Einsatz kommen wird.

Auf der CES kündigte Bosch außerdem eine Kooperation mit dem amerikanischen Start-up Kodiak AI an, mit dem man standardisierte Hard- und Software für fahrerlose Lastwagen entwickeln will. Der "Kodiak Driver" ist ein modulares Hard- und Software-System, das in herkömmliche Lkw integriert werden kann, um sie autonom fahren zu lassen.


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Wachstumsmarkt USA

Rückert sagte, Bosch investiere viel in die USA, weil dies ein großer Wachstumsmarkt sei. "Wir sind ein globales Unternehmen und die Beschäftigten in aller Welt profitieren davon, natürlich auch Kollegen und Kolleginnen in Deutschland", sagte die Bosch-Managerin.

Sie trat damit Befürchtungen entgegen, die Investitionen in den USA gingen zulasten der Beschäftigung in Deutschland. "Produkte, die wir in Deutschland herstellen, werden in die USA geliefert, genauso wie umgekehrt." Bosch hatte zuletzt Schlagzeilen mit der Ankündigung von Zehntausenden Stellenstreichungen gemacht.

Auf der CES betonte die Bosch-Geschäftsführerin die Bedeutung des Digitalbereiches für den Gesamterfolg des Konzerns. Bis Anfang der nächsten Dekade werde Bosch einem Umsatz von mehr als sechs Milliarden Euro aus Software und digitalen Diensten erzielen. Rund zwei Drittel davon sollen auf die Autozuliefersparte Mobility entfallen.


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