Im Streit um die Anzahl der vom so genannten Rußfilterskandal betroffenen Diesel-Pkw (wir berichteten) hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nun neue Zahlen veröffentlicht. Die am 4. April abgeschlossene Auswertung des Zentralen Fahrzeugregisters wies laut Behördenmitteilung insgesamt 285.707 Fahrzeuge mit einem nachgerüsteten Partikelminderungssystem aus. Bislang war in der Öffentlichkeit immer noch die im vergangenen Herbst ermittelte Zahl von 170.000 genannt worden. Die Zahl der Autofahrer, bei denen ein nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Nachrüstsystem verbaut wurde, erhöhte sich dadurch allerdings nicht im gleichen Maße. Das KBA zählte 45.237 Fahrzeuge, bei denen am Stichtag immer noch ein Filter mit einer gelöschten ABE verbaut war. Die Deutschen Umwelthilfe hatte den Verdacht geäußert, dass in mindestens 60.000 Diesel-Pkw minderwertige Produkte verbaut wurden. Im vergangenen Oktober hatten die Statistiker noch 39.122 Fahrzeuge gezählt. Diese Zahl habe sich nun "im Rahmen des damals bereits genannten Toleranzbereichs" erhöht. Hauptgrund sei die nachträgliche Anpassung der Fahrzeugdokumente bei bereits verbauten Systemen, aber auch eine nicht genauer spezifizierte "Optimierung" der nochmaligen Erhebung. Die um über 115.000 Einheiten höhere Gesamtzahl von verbauten Nachrüstsystemen sieht das KBA hingegen als "positives Indiz für eine anhaltende Bereitschaft der Fahrzeughalter zur Umrüstung". (ng)
Rußfilterskandal: Über 45.000 Fahrzeuge betroffen
Das Kraftfahrt-Bundesamt hat neue Zahlen zur Filternachrüstung veröffentlicht. Demnach sind in über 45.000 Diesel-Pkw Nachrüstsysteme verbaut, die nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.