Forvia hat eine Vereinbarung zum Verkauf seiner Interiors Business Group an einen von Apollo verwalteten Fonds geschlossen. Die Transaktion basiert auf einem Unternehmenswert von 1,82 Milliarden Euro und soll vorbehaltlich der Arbeitnehmeranhörung sowie behördlicher Genehmigungen bis Ende 2026 abgeschlossen werden.
Der Schritt ist Teil der Forvia-Strategie "IGNITE". Mit dem Verkauf will der Automobiltechnologiezulieferer seine Finanzstruktur stärken und die Nettoverschuldung um mindestens eine Milliarde Euro senken. Die Nettoerlöse sollen zur Rückzahlung finanzieller Verbindlichkeiten genutzt werden.
Bedeutung des Geschäftsbereichs
Forvia Interiors erzielte 2025 einen Umsatz von rund 4,8 Milliarden Euro und steht damit für etwa 18 Prozent des Konzernumsatzes. Der Geschäftsbereich beschäftigt mehr als 31.000 Mitarbeitende an 59 Produktionsstandorten sowie acht Forschungs- und Entwicklungszentren in 19 Ländern.
Martin Fischer, CEO von Forvia: "Das Transaktionsprojekt spiegelt die Stärke und führende Marktposition von Forvia Interiors sowie die Expertise und das Engagement seiner Teams wider. Es unterstreicht die solide industrielle Basis, die Marktpositionierung und das Wertschöpfungspotenzial des Geschäftsbereichs. Ich möchte allen Mitarbeitern von Interiors für ihren Beitrag danken. Wir sind überzeugt, dass Apollo über die Erfahrung und Fähigkeiten verfügt, um die Interiors Business Group in ihrer nächsten Wachstumsphase zu unterstützen."
Michael Reiss, Private-Equity-Partner bei Apollo: "Die Automobil-Innenausstattungsbranche entwickelt sich rasant, da Hersteller ihre Fahrzeuge zunehmend über Kabinendesign, hochwertige Materialien und neue Technologien differenzieren. Als eigenständiges Unternehmen mit dedizierter Führung und Ressourcen wird das Interiors-Geschäft von Forvia gut positioniert sein, um von diesen Trends zu profitieren und seinen OEM-Partnern weltweit noch größeren Mehrwert zu bieten."